28.09.2018 06:19 |

Lösung für 1500 Kinder

Jetzt kommt der Zahnspangen-Gipfel!

Noch ist das letzte Wort im Zahnspangen-Konflikt nicht gesprochen: Nächste Woche wird es ein Gespräch zwischen der Zahnärztekammer und der Salzburger Gebietskrankenkasse geben. Dank des Einsatzes von AK-Chef Eder als Mediator. Das Ziel: Eine Lösung für die 1500 derzeit in Behandlung befindlichen Kinder.

Das Thema nagt derzeit etlichen betroffenen Salzburgern am Zahnfleisch: das Ende der Gratis-Zahnspange in Salzburg - und das ausschließlich nur in unserem Bundesland! Am Sonntag endet nämlich die dreimonatige Kündigungsfrist, nachdem Ende Juni Salzburgs Kieferorthopäden geschlossen den Vertrag mit der SGKK aufkündigten. 

Die beiden Seiten bleiben verbissen auf ihrem Standpunkt. Das Problem, wie eh und je:  Geld!   Kieferorthopäden können für eine Behandlung eigentlich deutlich mehr verlangen, also zwischen 5500 und 7000 Euro, als jene 3700 Euro, welche die SGKK für eine Gratis-Spange zahlt. Das wollen die zwölf Vertrags-Doktoren nicht mehr hinnehmen.

Kein Kieferorthopäde nahm neues Angebot an

Deshalb herrscht jetzt Zähneknirschen - vor allem auch bei betroffenen Eltern.

Bis Donnerstag haben die Spangen-Spezialisten Zeit gehabt, ein neues Angebot der Kasse anzunehmen: doch niemand ging drauf ein! „Keiner hat es gebilligt. Es liegt aber bei jedem Kieferorthopäden auf dem Tisch“, betont SGKK-Sprecherin Susanne Reif im Gespräch mit der „Krone“.

Trotz allem spricht die Gebietskrankenkasse von einem ersten „positiven Signal“: Aufgrund des Einsatzes des Arbeiterkammer-Präsidenten. Peter Eder stellte sich als Vermittler zur Verfügung, er will beide Seiten bei einem Gespräch kommende Woche auf den Zahn fühlen: „Wir hoffen, dass wir spätestens dort eine Lösung finden“, so Reif im Namen von SGKK-Chef Andreas Huss.

Übergangslösung ist das oberste Ziel

Ziel Nummer 1: Eine Lösung für jene 1500 Kinder, die derzeit eine Zahnspange bekommen oder in Behandlung sind. Ein dringliches Problem, betont Reif und versichert, dass es bis dahin keine Nachteile für die Eltern geben wird.

Ziel Nummer 2 wäre die Beantwortung der Frage: „Wie geht es mit der Gratis-Zahnspange hierzulande weiter?“. Eder konnte hier als Dritter eine Brücke legen: „Wir hatten schon unzählige Versuche um mit der Zahnärztekammer ins Gespräch zu kommen, doch es kam nie eine Reaktion. Erst jetzt ist dies möglich.“

Überhaupt will der AK-Präsident neue Weichen für die Zukunft legen: „Ich möchte auch langfristig eine Lösung, die es allen Kindern ermöglicht, eine Zahnspange zu bekommen, egal wie stark die Fehlstellungen sind.“ Bisher gab es die Spange gratis, bei Zahnfehlstellungen der Stufe 4 oder 5. Darunter wurde nur eine Jahresunterstützung in Höhe von 600 Euro gewährt.

Von
Antonio Lovric
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