12.09.2018 06:30 |

In der Steiermark

SP im Land, VP in Graz: Kopftuchverbot an Schulen

Die steirische Bildungslandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) tritt für ein Kopftuchverbot in Schulen ein. Dringend diskutieren will dieses Thema auch die Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner. Immer mehr Lehrer melden sich, um über Probleme mit muslimischen Kindern und Eltern zu berichten.  Nun gibt’s eine eigene Hotline. Die Lehrer werden ersucht, Probleme zu melden.

Ein Kopftuchverbot für Schülerinnen bis 14 Jahre fordert Bildungslandesrätin Lackner - ein in dieser Schärfe durchaus nicht alltäglicher Vorstoß für eine Sozialdemokratin.

Lackner: „Ich bin für ein Kopftuchverbot in Schulen. Kinder bedürfen eines besonderen Schutzes. Es geht darum, den Mädchen einen Freiraum zu schaffen, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre weibliche Identität selbst zu entwickeln. Aber ein Kopftuchverbot allein ist keine wirksame Integrationsmaßnahme.“

Eine entsprechende gesetzliche Regelung für die Pflichtschulen müsste aber von Schwarz-Blau im Bund kommen…

Bildungsdirektorin will Verbot dringend diskutieren
Für ein Kopftuchverbot in den Schulen tritt auch der Grazer Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) ein. Als Signal hat er eine Kreuzpflicht in den Klassenzimmern verhängt.

Auch die steirische Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner  kann sich ein Kopftuchverbot vorstellen: „Ich rege ganz dringend an, dass wir dieses Thema intensiv diskutieren.“

Definitiv heiß diskutiert wird aktuell die Situation in steirischen Schulen. Gibt es Probleme mit muslimischen Schülern und Eltern? Gibt es gar radikale Tendenzen, wie offenbar in Wien?

Volle Transparenz: Lehrer, bitte melden!
Zehn Prozent der steirischen Pflichtschüler sind Muslime, in Graz sind es gar 28 Prozent. Immer mehr steirische Lehrer melden sich nun bei der Bildungslandesrätin, um über Probleme bei der Integration zu berichten. Die Lehrer sprechen von Machtlosigkeit und Fassungslosigkeit angesichts mancher Vorgänge in den Schulen.

Lackner nimmt die Lehrer ernst: „Wir werden schon in den kommenden Tagen einen runden Tisch haben. Die Lehrer sollen mir sagen, was die Probleme sind und wie ich helfen kann, diese zu lösen.“

Bildungsdirektorin Meixner ersucht die Lehrer, sich zu melden: „Ich will volle Transparenz und nichts unter den Teppich kehren. Ich bitte die Lehrer, sich zu melden und offen über Probleme zu sprechen.“

Lehrer-Hotline: Mo bis Fr, 8 bis 18 Uhr, 0664/80 345 55 665

Gerald Richter
Gerald Richter
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