30.08.2018 07:15 |

Neue Masche im Netz

Dreister E-Mail-Betrug mit „Gaddafi-Tochter“

Mit einer neuen Masche versucht eine international agierende Betrügerbande leichtgläubigen Personen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Im Mittelpunkt steht dabei vermeintlich die Tochter des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Sie sucht angeblich Investoren für ein Millionengeschäft.

Mit „Lieber Freund!“ eröffnet „Aisha al-Gaddafi“ das Schreiben, das zuletzt in zahlreiche E-Mail-Postfächer in Österreich flatterte. In schlechtem, aber nicht katastrophalem Deutsch erklärt angeblich die einzige Tochter des 2011 getöteten Machthabers, über ein Vermögen von 27,5 Millionen Dollar zu verfügen.

Hintergrund: Die echte Aisha soll nach dem Umsturz in Libyen schwanger nach Algerien geflüchtet sein. Tatsächlich ist in dem Brief von Flüchtlingsstatus und Kindern die Rede. Gesucht wird ein vertrauenswürdiger Partner, um eingefrorenes Geld aus Investmentfonds zu bekommen - mit Chance auf Millionengewinne!

Betrug auch mit „nigerianischem Prinzen“
Dass es sich dabei um einen dreisten Betrugsversuch handelt, sollte sich bereits herumgesprochen haben. So sorgte in den vergangenen Jahren ein „nigerianischer Prinz“ für ähnliche Schlagzeilen - 2017 wurde ein Drahtzieher in den USA verhaftet. Besonders tragisch endete die Geschichte von Peter P.: Der Wiener Wirtschaftsjournalist wurde ebenfalls betrogen, verlor sein Vermögen und nahm sich 2014 das Leben.

O. Papacek und P. Stewart, Kronen Zeitung

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