Eingesperrte Kinder:

„15 Minuten im heißen Auto können tödlich sein“

Auch die Pannenhelfer brachte der Hitzesommer in OÖ ins Schwitzen: 24 Kinder und vier Hunde mussten von den „Gelben Engeln“ aus heißen Autos befreit werden. Bei 34 Grad Außentemperatur hat es innerhalb von 30 Minuten 50 Grad im Auto - ab 42 Grad herrscht laut Kinderarzt Georg Ebertsberger akute Lebensgefahr!

Mit knapp 24.000 Pannenhilfen im Juli und August waren die „Gelben Engel“ diesen Sommer im Dauereinsatz. Sind Kinder in Hitzeautos eingesperrt, herrscht Alarmstufe Rot! Geht in der Leitstelle ein entsprechender Notruf ein, dann bricht laut ÖAMTC der nächstgelegene Pannenfahrer den aktuellen Einsatz ab und macht sich im Eiltempo auf den Weg zum Kind.

15 Minuten bereits lebensgefährlich
Dies ist laut dem Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde im Uniklinikum Georg Ebertsberger auch dringend nötig: „Pro Minute in der prallen Sonne steigt die Temperatur im Auto um ein Grad - bereits nach 15 Minuten kann also für Kleinkinder Lebensgefahr bestehen. Dann ist schnelles Handeln gefragt!“ 

Lebensgefahr auch für Tieren
Doch nicht nur für Kinder, auch für eingesperrte Tiere kann das „Vergessen“ im Auto lebensgefährlich werden. ARBÖ Geschäftsführer Thomas Harruk erzählt: „Letztens hat sich  ein Hund selbst eingesperrt - auch Tieren müssen auf der Stelle aus dem heißen Auto geholt werden! Jede Minute, die Kinder oder Tiere einfach in Autos gelassen werden, ist untragbar!“

Häufig Konzentrationsverluste
Eine weitere Folgeerscheinung der Hitze sind Konzentrationsverluste. „Die Zahl der Falschbetankungen steigt bei hohen Temperaturen an. Ein weiterer Pannenklassiker bei Hitze ist, dass sich Lenker aus ihren Autos aussperren. So haben wir seit Anfang Juli allein in Oberösterreich 964 Aufsperr-Einsätze verzeichnet“ sagt Lepschy.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 29. Oktober 2020
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