Eltern in Sorge

Wolf: Regulierung bleibt Streitthema

Dass die Angst vor dem Wolf steigt, belegt eine neue Studie des Landes. Wie berichtet, sorgen sich Anrainer in den betroffenen Gebieten. In Bad Traunstein im Bezirk Zwettl wurde nun etwa ein Pfadfinderlager abgesagt. Fremdenverkehrsobmann Jürgen Farthofer dazu: „Die Eltern fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder!“

Vor Ort im Waldviertel ist das erste Maßnahmenpaket ein Grund zur vorsichtigen Freude: „Wir sind froh, dass endlich etwas passiert“, hört man in Langschlag. Nachsatz: „Hoffentlich reicht’s!“ Tatsächlich hatte Umweltlandesrat Stephan Pernkopf die geplante „Vergrämung“ durch Schreckschüsse und auch Gummimunition nur als ersten Schritt angekündigt. Sollte keine Besserung eintreten, wird auch scharf geschossen werden. Denn: „Der Wolf ist bei uns kein gefährdetes Tier mehr“, so Wildtierbiologe Walter Arnold, der von 15 Exemplaren im Waldviertel ausgeht.

„Die Gefährlichkeit wird stark übertrieben“, sehen die Umweltschützer des WWF die Sache naturgemäß anders. Sie werfen der Politik vor, Ängste zu schüren, und fordern nun Verbesserungen bei Herdenschutz, Entschädigungen und Information. Das alles sei, so das Land, aber in dem am Mittwoch präsentierten Paket enthalten - sofern es nicht ohnehin schon umgesetzt wird.

Zurück zur Studie: Knapp die Hälfte der Befragten gab an, sich bereits Gedanken über die Gefahren durch die Wölfe zu machen. Sorgen, die man ernst nehmen muss.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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