Der Konkursantrag war von der steirischen Gebietskrankenkasse gestellt worden (Nachlese in der Infobox). Seither hatte Präsident Anton Kürschner noch versucht, über Gönner, Freunde und Fans des GAK Mittel zu lukrieren. Nachdem seitens der Vereinsführung aber ein positiver Fortbetrieb nicht dargestellt werden konnte, wurde nun das Konkursverfahren eröffnet.
Wie bereits in den beiden vorangegangenen Verfahren wurde Norbert Scherbaum zum Masseverwalter bestellt. Während im Rahmen der Generalversammlung Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 0,9 Mio. Euro eingestanden wurden, beträgt die Höhe der Passiva - vorerst laut Kreditschutzverbänden - rund 1,11 Millionen Euro.
Lizenz und Weiterverpflichtungen unrealistisch
Abzuwarten bleibe, ob aus dem Vorkonkurs von einzelnen Gläubigern nicht betriebene Forderungen schlagend werden. An Aktiva bestehen laut den vorliegenden Unterlagen Forderungen aus Werbeaktivitäten und Sonstigem in der Größenordnung von rund 32.000 Euro, weitere Überprüfungen seien am Laufen. Aufgrund der dritten Insolvenz dürfte eine Lizenz für die zweithöchste Spielklasse nicht mehr erlangbar sein und auch die "Weiterverpflichtung der teuren Spieler nicht mehr zweckmäßig erscheinen", so der Kreditschutzverband AKV.
Dem KSV zufolge endet die Anmeldefrist für Forderungen am 18. Jänner 2010. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 2. Februar 2010 um 9.00 Uhr statt. Das letzte Konkursverfahren gegen den 1902 gegründeten GAK war nach Abschluss eines Zwangsausgleiches am 19. September 2008 aufgehoben. Der Club unterhält Mannschaften von U8 bis U19 und spielt mit der Spitzenmannschaft in der Regionalliga Mitte.
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