Wiener zu stark

Kapfenberg verliert bei Herbstmeister Rapid klar mit 1:3

Steiermark
06.12.2009 23:03
Kapfenberg hat am Samstagabend bei Rapid Wien nach einer zu harmlosen Vorstellung mit 1:3 verloren. Die Gregoritsch-Truppe konnte den späteren Herbstmeister nie wirklich in Verlegenheit bringen und liegt weiterhin auf Rang neun der Tabelle. Kleine Ausrede für die ersatzgeschwächten Steirer: Die Wiener sind seit acht Liga-Spielen ungeschlagen.

Rapid startete blitzartig, Veli Kavlak nötigte KSV-Torhüter Raphael Wolf bereits nach 18 Sekunden zu einer Parade. Nach starkem Beginn ließ der Rekordmeister aber nach, worauf etliche Abspielfehler das Spiel prägten. Dennoch resultierte die Führung aus einer schönen Kombination zwischen Kavlak und Katzer: Kapfenbergs Abwehrchef Milan Fukal ließ gegen den aufgerückten Verteidiger den Fuß stehen, Hofmann verwertete den Elfer.

KSV-Offensive ging nach hinten los
Die steirischen "Falken", die in sechs Vergleichen mit Rapid seit dem Aufstieg zum sechsten Mal eine Niederlage einstecken mussten, schalteten notgedrungen etwas mehr auf Offensive. Dies ging allerdings nach hinten los. Aus einem verunglückten Vorstoß der Gäste resultierte ein schneller Konter über Boskovic und Hofmann, dessen Flanke Jelavic per Kopf zum 2:0 verwertete. Die von Verletzungen und Sperren geschwächte Elf von Trainer Werner Gregoritsch hatte in der ersten Spielhälfte bis auf einen Hüttenbrenner-Fernschuss (38.) nichts zu bieten.

Heinz nutze Rapid-Blackout aus
Kapfenberg kam in der zweiten Spielhälfte etwas besser ins Spiel, da sich Rapid auf der Führung ausrastete. Zunächst scheiterte der eingewechselte Markus Felfernig (73.) an Rapid-Torhüter Helge Payer, fünf Minuten später schlug Heinz nach einem Blackout in Rapids linker Defensivseite nicht unverdient zu. Die Hoffnung auf einen Punkt währte für Kapfenberg aber nur kurz. Joker Salihi sorgte 20 Minuten nach seinem Eintausch nach einer schönen Einzelleistung für den 3:1-Endstand.

Das sagten sie nach dem Spiel
Werner Gregoritsch (Trainer Kapfenberg): "In der zweiten Hälfte ist mit den Hereinnahmen von Felfernig und Wieger Bewegung in unser Spiel gekommen. Davor waren wir aus dem Zentrum her viel zu verhalten. Wir sind nie ins Spiel gekommen. Die Gegentore waren Eigenfehler. Mit Heinz war ich zur Pause sehr unzufrieden, weil er normal eine andere Qualität hat. In der zweiten Spielhälfte hat er das gezeigt. Für meine Begriffe war ein Punkt drinnen, wir waren sehr nah dran."

Markus Katzer (Rapid-Verteidiger): "Wir haben kein überragendes Spiel abgeliefert. Aber nach dem Programm, das wir haben, war es wichtig, drei Punkte zu holen. Kapfenberg hatte nicht viele Chancen. Ich habe nie Angst gehabt, dass wir noch unentschieden spielen können."

Peter Pacult (Trainer Rapid): "Rapid bleibt nach dem heutigen Match zu Recht an der Tabellenspitze. Der Sieg geht sicher in Ordnung. Ich bin sehr, sehr zufrieden über die ganze Situation. Über die Zuschauer, über die Mannschaft, die hart arbeitet. Das Gegentor war eine Unachtsamkeit, aber ansonsten waren wir heute nie in Gefahr."

Fußball-Bundesliga (18. Runde): SK Rapid Wien - Kapfenberger SV Superfund 3:1 (2:0). Wien, Hanappi-Stadion, 15.300 Zuschauer, SR Drachta.

Tore: 1:0 (18.) Hofmann (Elfmeter), 2:0 (34.) Jelavic, 2:1 (78.) Heinz, 3:1 (85.) Salihi.

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (80. Dober), Kavlak (75. Drazan) - Gartler (66. Salihi), Jelavic.

Kapfenberg: R. Wolf - Gansterer, Schönberger, Fukal, Osoinik - D. Hofer (77. Kozelsky), Majstorovic, Scharrer (61. Wieger),
Hüttenbrenner - Heinz - Pavlov (61. Felfernig).

Gelbe: Kulovits bzw. Fukal, Heinz, Schönberger.

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