Mo, 15. Oktober 2018

Kommentar

25.07.2018 06:31

Todesfall im Stadtpark: Gegen Gerüchte

Ein toter Mann liegt unter einem Baum, die Retter drehen um (siehe Bericht hier): Zu diesem Thema haben wir in der Redaktion intensive Diskussionen geführt. Auf der einen Seite steht fest: Das Rote Kreuz lindert tagtäglich das Leid von Millionen Menschen und rettet unzählige Leben. In der Steiermark leisteten im Vorjahr 11.250 freiwillige Helfer 2,9 Millionen unbezahlte Dienststunden. Jedem Einzelnen von ihnen gebührt unser Dank.

Andererseits wirft der Einsatz vom 12. Juni Fragen auf. Haben die Helfer mit dem Abbruch des Einsatzes richtig reagiert?

In Abwägung dieser beiden Seiten gerät jeder Journalist ins Wanken. Sollen wir berichten oder nicht? Wenn wir berichten, besteht die Gefahr, dass die herausragenden humanitären Leistungen des Roten Kreuzes geschmälert werden. Das wollen wir nicht.

All das Gute darf aber nicht dazu führen, dass über möglicherweise Schlechtes geschwiegen wird. Daher haben wir uns nach intensiver Recherche unseres Redakteurs Gerald Richter für eine Veröffentlichung entschieden. Auch, weil wir Fakten liefern wollen - als Antwort auf die Gerüchte, dass beim Orkan-Einsatz etwas schief gelaufen sei.

Wenn im Zuge unserer Recherchen Nachdenkprozesse innerhalb der Einsatzorganisationen gestartet wurden und die Feuerwehr Lehren aus diesem Fall zieht, dann bestätigt dies, dass wir in der Abwägung, über diesen Fall zu berichten, wohl richtigliegen.

Oliver Pokorny, Chefredakteur der „Steirerkrone“

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