Di, 16. Oktober 2018

Was hat Wien getan?

24.07.2018 12:41

SPÖ-Chef Christian Kern will niedrigere Mieten

Ex-Kanzler Kern hat es richtig analysiert: Die Mieten sind zu hoch! Er fordert Obergrenzen und geringere Kosten - und das, obwohl die SPÖ im Bund lange am Schalthebel der Macht saß und es in Wien noch tut. Ist gerade in der Bundeshauptstadt genug passiert? Und welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Die Wohnungsanzeigen sprechen Bände: Für immer mehr Geld ist immer weniger Platz zu bekommen. Auch in der Löwelstraße ist das nun angekommen. Der Ex-Kanzler fordert eine Miet-Obergrenze und spricht damit auch den Wienern aus der Seele - auch wenn die Erkenntnis vielleicht zeitverzögert kommt.

Wir haben nachgefragt
Was hat Wien (durch Ex-Wohnbaustadtrat Michael Ludwig) bisher getan, und was wird die Stadt (durch Neo-Stadträtin Kathrin Gaal) noch unternehmen? Die offizielle Antwort:

  • Sozialer Wohnbau mit 7000 Wohnungen pro Jahr und gedeckeltem Mietpreis
  • 62 Prozent der Mieter leben im geförderten Wohnbau - das wirke sich äußerst positiv auf das gesamte Mietpreisniveau aus, heißt es.  Allerdings können Vermieter durch die hohe Anfrage mittlerweile einen Fantasie-Zins verlangen

  • Wien bietet unbefristete Verträge an

  • Wohnbeihilfe: 80 Millionen Euro pro Jahr

  • Geförderte Sanierungen: 4,75 Milliarden Euro wurden seit 2005 investiert

  • Aktuell sind in Wien 18.900 geförderte Wohneinheiten in Bau oder Bauvorbereitung. Wien investiert in diese Projekte Fördermittel im Umfang von 733 Millionen Euro, die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 2,1 Milliarden Euro

  • 4000 neue Gemeindewohnungen

  • Ergänzend zum kommunalen Wohnbau: 6000 neue Wohnungen. Wien stellt Grundstücke zur Verfügung und Darlehen für Bau-Konsortien

Wohn-Volksbegehren ist weiterhin „eine Option“
Trotz dieser vielen Bemühungen legen die Mieten in Wien aber weiter zu. Was der SPÖ bisher in Regierungsbeteiligungen nicht gelungen ist, wird jetzt aus Wien gefordert: „Die Bundesregierung ist gefragt, endlich ein faires, transparentes Mietrecht zu beschließen“, so Kathrin Gaal. Was wurde aus dem von Ludwig angekündigten Volksbegehren? Gaal: „Das ist weiterhin eine Option.“

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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