Do, 15. November 2018

Kontrolle gefordert

13.07.2018 11:43

Starker Kostenanstieg bei der Familienbeihilfe

Die Zahl der im Ausland lebenden Kinder, für die Österreich Familienbeihilfe bezahlt, hat sich in den vergangenen 15 Jahren fast verhundertfacht. Um künftig mehr Geld zu sparen, fordert der Rechnungshof nun strengere Kontrollen bei der Auszahlung.

2002 wurde für 1500 im Ausland lebende Kinder Familienbeihilfe bezogen, 2016 waren es schon 130.000, geht aus einem aktuellen Rechnungshofbericht hervor. Diese Steigerung steht im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung und der Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes.

Kontrollen wichtiger als Indexierung
Mit der von der Regierung angepeilten Indexierung und damit Kürzung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder könnte Geld gespart werden, viel wichtiger wären aber Kontrollen bei der Auszahlung. Denn derzeit wird der Anspruch auf Familienbeihilfe - einmal gewährt - bis zur Volljährigkeit nicht mehr kontrolliert. Etwa 50 Prozent der Zahlungen für im Ausland lebende Kinder betrafen Ungarn und die Slowakei und weitere 40 Prozent Polen, Rumänien, Slowenien und Tschechien.

Die Zahl der anspruchsberechtigten Kinder insgesamt hat sich zwischen 2002 und 2016 dagegen nicht verändert, es wurde immer für rund zwei Millionen Kinder Geld ausbezahlt. Die Kosten sind aber gestiegen: 2002 wurden 3,7 Milliarden Euro ausbezahlt, 2016 waren es 4,7 Milliarden.

Kronen Zeitung

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