Flugplatz Kapfenberg

Die flottesten Jungvögel am steirischen Himmel

Steiermark
12.07.2018 08:00

„Stiller Fliegeralarm“ gilt derzeit am Himmel über der Steiermark. Noch bis Samstag fechten sich die besten Nachwuchspiloten den österreichischen Junioren-Staatsmeister im so genannten Streckensegelflug aus. Die „Steirerkrone“ besuchte die jungen Herren der Lüfte im Fliegerlager am Kapfenberger Flugplatz.

Thermik lautet das Zauberwort. Warme Luft steigt auf über dem Mürztal. Und mit ihr die 300 Kilo leichten Kunststoffvögel - gesteuert von echten Talenten. Zwischen 16 und 25 Lenze zählen die Teilnehmer der Meisterschaft, die heuer erstmals in Kapfenberg ausgetragen wird. Dabei glänzt die Steiermark als Seglerland: Gleich vier weiß-grüne Fliegerasse messen sich mit den Besten aus Österreich, Polen und der Schweiz.

Symbolbild (Bild: Elmar Gubisch, Krone KREATIV)
Symbolbild

Von Murau bis zum Schneeberg, vom Ausseer- bis zum Vulkanland reicht das Wettkampfgebiet. Bis zu 300 Kilometer - mit Geschwindigkeiten bis zu 270 km/h! - müssen die Piloten im Zuge einer Wertungsprüfung schaffen, um alle GPS-Punkte zu erreichen, erklären die Wettbewerbsleiter Herwig Wagner und Günter Reisner. Weil das nicht immer gelingt, wird unterwegs oft in einem Acker gelandet.

Ob das zu Konflikten mit den Bauern führt? „Keine Angst, wir sind auf Flurschäden versichert“, lacht Christoph Koch, 23-jähriger Jungpilot aus einer Hartberger Fliegerfamilie. Wenn in so einem Fall von „Notlandung“ geschrieben wird, amüsiert das die Profis. Sie selbst nennen es „Außenlandung“. Koch selbst, der nach zwei Wertungsflügen hinter Lukas Kirchberger (USFC Mariazell), Sebastian Pöchlauer (USFC Wörschach) und Niklas Unterrainer aus Tirol an vierter Stelle liegt, hatte im Wettbewerb selbst schon Außenlandungen: „Man kann mit dem Segelflieger eben nicht rechts ranfliegen, wenn es nicht weitergeht. Mit einem Auge studieren wir immer die Thermik, mit dem anderen mögliche Landeplätze.“

Herwig Wagner, Christoph Koch, Flugbetriebsleiterin Hiltrud Ricker, Harald Kirchberger, Günter Reisner (von links). (Bild: © Elmar Gubisch)
Herwig Wagner, Christoph Koch, Flugbetriebsleiterin Hiltrud Ricker, Harald Kirchberger, Günter Reisner (von links).

Vorausschauend agieren, das ist für Piloten , die alle auch in Wetterkunde bestens geschult sind, das Um und Auf. Damit könne man nicht früh genug anfangen, meint Harald Kirchberger, Jugendreferent des österreichischen Aero-Club: „Oft ist der Segelflug der Beginn einer Pilotenkarriere. Die 16 steirischen Flugvereine und der neue Aviation-Zweig der HTL Kapfenberg bieten ideale Bedingungen für den Einstieg.“ Dass Segelfliegen ein teurer Spaß ist, stimmt übrigens nicht, rechnet Christoph Koch vor: „Ich fliege jede Woche - und gebe im Jahr vielleicht 1000 Euro dafür aus.“

Am Samstag um 11 Uhr beginnt in Kapfenberg das Flugplatzfest mit Musik, Kulinarik, Rundflügen uvm.; ab 18.30 Uhr ist dann die Siegerehrung. Infos: www.aeroclub.at sowie www.flugplatz-kapfenberg.at

(Bild: © Elmar Gubisch)
(Bild: © Elmar Gubisch)
Pilot Christoph Koch aus Hartberg vom SFC Fürstenfeld (Bild: © Elmar Gubisch)
Pilot Christoph Koch aus Hartberg vom SFC Fürstenfeld
Matthias Wagner
Matthias Wagner
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