So, 23. September 2018

Mehrere Ärzte

04.07.2018 15:35

Admont bekommt jetzt ein Gesundheitszentrum

Mariazell, Eisenerz, Vorau, Weiz, Graz - und bald Admont: Das nächste steirische Gesundheitszentrum ist auf Schiene. Das Stift Admont wird ein Gebäude umbauen, im Sommer 2019 sollen hier mehrere Ärzte einziehen und die medizinische Versorgung der Region sichern.

Die Idee der Gesundheits- bzw. Primärversorgungszentren: Mehrere Allgemeinmediziner haben hier ihre Ordination, können so ein breiteres Leistungsspektrum und längere Öffnungszeiten anbieten. Sie werden dabei von Pflegekräften und Fachärzten unterstützt. Bis 2025 soll es 30 solcher Zentren in der Steiermark geben. Sie sollen dem drohenden (Land-)Ärztemangel entgegenwirken.

Umbau kostet drei Millionen Euro
In Admont ist das Stift als Partner an Bord. Es wird ein Gebäude im Stiftsgelände, in dem derzeit die Tischlerei untergebracht ist, um drei Millionen Euro umbauen. Finanzielle Unterstützung kommt vom Land Steiermark (Ressort Michael Schickhofer) und der Marktgemeinde. 

Im ersten Stock sind ein Warteraum, eine gemeinsame Ordinationsverwaltung und zwei bis drei Ordinationen für Allgemeinmediziner geplant. Im Dachgeschoss entstehen vier Ordinationen für temporäre Fachärzte, Physiotherapeuten, Zahnärzte und ähnliche medzinische und psychologe Betreuungseinrichtungen. Das Gebäude ist zentral gelegen nahe der Apothekte und einer Bushaltestelle.

Im Übereinkommen mit der Gebietskrankenkasse und dem Land wurden bereits zwei Stellen für Allgemeinmediziner ausgeschrieben. „Es gibt großes Interesse“, heißt es vom Stift.

Schwierige Suche nach neuen Ärzten
Wir haben uns entschlossen, in Admont zu investieren. Dadurch stellen wir die Gesundheitsversorgung für die Menschen, die hier leben, sicher. Und wir setzen ein klares Zeichen: Wir lassen die Menschen in der Region nicht im Regen stehen“, sagt der steirische Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer.

Der Admonter Bürgermeister Hermann Watzl ist erleichtert: „Leider haben wir in der Vergangenheit die bittere Erfahrung machen müssen, dass die Fortführung der ärztlichen Versorgung in unserer Region in der bisherigen Form nicht mehr möglich sein wird. Das Stift Admont als Partner wird nun die baulichen Voraussetzungen schaffen, um dieses für uns so überaus wichtige Projekt umsetzen zu können.“

Und Helmuth Neuner, Wirtschaftsdirektor des Stifts, ergänzt: „Dieses Projekt ist für die gesamte Region von großer Wichtigkeit, die Gesundheitsversorgung ist nun gesichert und es kann damit auch gelingen, wieder junge Ärztinnen und Ärzte in das Gesäuse bzw. nach Admont zu bringen.“

Jakob Traby
Jakob Traby

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.