So, 22. Juli 2018

Unfall bei Feldbach:

24.06.2018 07:00

Vater und Sohn als Retter in der Not

Nicht angegurtet waren die Insassen eines Pkw, der in der Nacht auf Samstag in Feldbach von der Straße abkam und in einen Maisacker flog. Lenker und Beifahrer wurden aus dem Pkw geschleudert, der Fahrer war unter dem Wrack eingeklemmt. Dass er noch lebt, verdankt er zwei Feuerwehrmännern - Vater und Sohn.

Weil sich sein Sohn Marcel (15) abends beim Fußballspielen ober dem rechten Auge verletzt hatte, brachte ihn sein Vater ins Spital. „Es hat gedauert, bis die Wunde genäht war“, berichtet Helmut Mußbacher (42), „wir sind erst nachts zurückgefahren“. Man möchte glauben, das Schicksal führte Regie, denn Vater und Sohn - beide sind Mitglieder der Feuerwehr Trautmannsdorf - waren bei ihrer späten Heimfahrt zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Lenker war eingeklemmt
Denn knapp fünf Kilometer vom LKH Feldbach entfernt wurden sie Zeugen eines furchtbaren Unfalls. Helmut Mußbacher zur „Krone“: „Vor unseren Augen sind Lichter durch die Luft geflogen. Wir haben geahnt, dass sich da ein Auto mehrere Male überschlägt.“ Als der Feuerwehrmann ausstieg, sah er einen Mercedes, unter dem - wie sich später herausstellte - der Lenker, ein 23-jähriger Oststeirer, eingeklemmt war.

„Ich hab’ nur den Kopf gesehen, der Mann hat kaum noch Luft bekommen“, berichtet der Helfer. „Ich hab’ meinen Wagenheber geholt und Autos aufgehalten. Mit vereinten Kräften haben wir den Wagen hochgehoben.“

Leises Jammern
In der Zwischenzeit - er hatte ein leises Jammern gehört - kümmerte sich Marcel um den schwerst verletzten Beifahrer (22), der 50 Meter vom Wrack entfernt in einem Maisacker lag. Dann kamen auch schon das Rote Kreuz, die Kameraden von der Feuerwehr Mühldorf und die Polizei.

Schwere Verletzungen
Die Autoinsassen wurden ins Spital gebracht. Der Beifahrer befindet sich nach wie vor in künstlichem Tiefschlaf. Es besteht akute Lebensgefahr. Der Lenker erlitt schwere Verletzungen. Anhand der Blutproben klärt die Polizei nun, ob die Steirer zum Unfallzeitpunkt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Bisher steht nur fest, dass sie nicht angegurtet waren und der Lenker in eine enge Rechtskurve raste. In der Folge wurden die Insassen durch das offene Panoramadach aus dem Pkw geschleudert!

Manfred Niederl
Manfred Niederl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.