Einer der ganz großen Verlierer der scheinbar unendlichen Unwetterserie in der Steiermark (siehe auch Seite 23) ist die Landwirtschaft: Hagel richtete bereits etwa vier Millionen Euro an Schäden an, Äcker, Obst- und Weingärten sind derzeit vielfach nicht befahrbar, die Grünlandbauern können ihr Futter nicht einbringen.
„Der Klimawandel trifft auch heuer die steirischen Bäuerinnen und Bauern sehr hart“, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Waren es in den vergangenen beiden Frühjahren die Spätfröste, so sind es heuer die fast täglichen starken Niederschläge. So leiden in der Süd- und Oststeiermark die Ackerbauern stark. Die Boden sind wassergesättigt, können keine zusätzlichen Regenmengen mehr aufnehmen und sind auch nicht befahrbar. Notwendige Pflegemaßnahmen etwa bei Kürbis-, Mais- und Getreidekulturen können derzeit nicht durchgeführt werden. Ähnlich ist die Lage auch in zahlreichen Obst- und Weingärten.
Ebenso hart getroffen sind die Grünlandbauern im oberen Mur- und Mürztal, in der Weststeiermark sowie in den nördlichen Teilen der Bezirke Hartberg-Fürstenfeld und Weiz. Sie können das Futter für ihre Tiere (Heu, Silagen) nicht einbringen, obwohl es teilweise bereits gemäht wurde.
Vier Millionen Euro Hagelschaden
Den bisher größten Hagelschaden gab es am vergangenen Samstag im Raum Straden und Tieschen mit 1,7 Millionen Euro. Am Montag erwischte es dann Zwaring, Wildon, Premstätten und Eichfeld mit etwa 1,2 Millionen Euro. Schnittreifer Salat, fast erntefreifes Wintergetreide sowie Kürbis, Mais und Soja wurden stark beschädigt.
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