Mi, 18. Juli 2018

Sanierung bevorzugt:

07.06.2018 07:30

Ankauf von Attraktionen offenbar nur Notfallplan

Nach außen hin wollen alle dasselbe: den Fortbestand der im Sanierungsverfahren befindlichen Touristische Freizeiteinrichtungen Pyhrn-Priel GmbH sichern. Intern sollen Interessenten aber schon überlegen, wer den Panoramaturm am Wurbauerkogel oder das Gerlinde-Kaltenbrunner-Museum kaufen würde.

Auch, wenn es niemand zugeben will: In der Causa um die in die Pleite gerutschte Pyhrn-Priel GmbH, die zahlreiche Freizeiteinrichtungen in der Region besitzt, scheinen bereits Notfallpläne geschmiedet zu werden. Nach außen hoffen Vertreter des Tourismusverbands und der Gemeinden, dass es mit den 24 Gläubigern (insgesamt ist der Schuldenstand 763.000 Euro schwer) noch eine Einigung auf einen Sanierungsplan gibt. Bei einem ersten Anlauf vorgestern, Dienstag, ist das gescheitert - wir berichteten. Und ob beim nächsten Termin am 3. Juli die Mehrheit der Gläubiger zustimmt und auch die Summenmehrheit der Schulden zusammenkommt, ist offen.

Gemeinden und Nationalpark überlegen angeblich Ankauf
Die Gerüchteküche brodelt, dass etwa der Nationalpark Kalkalpen und die Gemeinde Windischgarsten am Kauf des Panoramaturms am Wurbauerkogel interessiert wären. Immerhin besuchten den vom Nationalpark gepachteten Turm 2017 rund 17.000 Besucher - und zahlten auch Eintritt. Sowohl der Nationalpark-Direktor Volkhard Maier als auch Windischgarstens Bürgermeister Norbert Vögerl wünschen sich aber einen Fortbestand der GmbH.

Annahme des Sanierungsplans wäre 1. Wahl
Auf „Krone“-Nachfrage, was im Falle einer Zerschlagung passieren könnte, sagt Vögerl kryptisch: „Falls es keine Einigung gibt, kann ich mir aber nicht vorstellen, dass der Panoramaturm in dritte Hände gelangt“ Interessant für Spital am Pyhrn dürfte dem Vernehmen nach das Gerlinde-Kaltenbrunner-Museum im Stift sein. Auch dort kommen über 15.000 Besucher im Jahr, die Eintritt zahlen.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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