Mi, 15. August 2018

Zwei Menschen starben

28.05.2018 16:07

Prozess: „Diese Böller waren lebensgefährlich!“

Fortgesetzt wurde am Montag die Neuauflage des Prozesses um die Böllerexplosion in Kapfenstein, bei der 2014 zwei Menschen ums Leben gekommen waren: Zeugen und Geschäftspartner der fünf Angeklagten erzählten von den enormen Gefahren, die von den verwendeten Pulvern zur illegalen Knallkörperproduktion ausgegangen waren.

Die Urteile rund um fünf Angeklagte, die in eine illegale Böllerproduktion involviert sein sollen und in deren Rahmen es 2014 zu einer folgenschweren Explosion mit zwei Toten gekommen ist, wurden teilweise aufgehoben - daher die Neuauflage am Grazer Straflandesgericht. Am Montag kamen mehrere Zeugen zu Wort, die zum Teil von lebensgefährlichen Materialien und Böllern berichteten.

„Da kann man gleich eine Kiste Dynamik hinschmeißen“
„Die Knallkörper hatten eine Intensität, dass man gleich eine Kiste Dynamit hochschmeißen kann“, brachte es ein Geladener auf den Punkt. Ein anderer Pyrotechniker berichtete etwa, dass die Zündschnur der von den Angeklagten gebauten Böller Mängel aufwies und er die Knallkörper deswegen nicht in sein Sortiment aufnahm. Erst aus den Medien erfuhr er, dass die Böller aus Kapfenstein stammten.

Ein Pyrotechniker aus Italien wiederum erzählte, dass er sich von einem Angeklagten betrogen fühlte. Der habe nämlich von ihm verlangt, Rechnungen auszustellen, um das Finanzamt zu prellen. Der Italiener lehnte das ab, auch habe er vom Erstangeklagten nie etwas gekauft. Die Verhandlung wurde erneut vertagt, weitere Zeugen sind nötig.

Monika Krisper
Monika Krisper

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