Di, 23. Oktober 2018

Neue Regelung in Graz

19.05.2018 06:00

Ältere Menschen müssen nicht mehr ins Pflegeheim

Die meisten älteren Menschen wünschen sich nichts mehr als so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Der Grazer Gemeinderat hat eine neue Regelung beschlossen, die das auch jenen ermöglicht, die nicht viel Geld haben. Laut dem zuständigen Stadtrat Robert Krotzer (KP) ist das auch für die öffentliche Hand von Vorteil - denn Heimplätze sind teuer.

Viele Pflegebedürftige müssen in ein Heim, obwohl sie gesundheitlich durchaus in der Lage wären zu Hause zu bleiben. Der Grund: Sie bekommen nur eine kleine Pension und die Kosten für die mobile Pflege - sei es Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz oder Heimhilfe - sind so hoch, dass sie sich die Miete und ihren Lebensunterhalt nicht mehr leisten können.

Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag wurde ein neues Kliententarifmodell beschlossen, das am 1. Juli in Kraft treten wird. Das Neue daran ist: Pflegebedürftigen Menschen bleiben künftig in jedem Fall 863 Euro monatlich zum Leben - das entspricht der Höhe der Mindestpension.

Die Stadt tut das nicht ganz uneigennützig. Ein Platz in einem Pflegeheim, kostet sie im Schnitt 10.897 Euro pro Jahr, bei den mobilen Diensten kommt sie mit 1454 Euro pro Person deutlich billiger weg. „Die Entlastung ist also eine doppelte - für die Menschen und für das Budget“, sagt Krotzer.

Außerdem habe der Andrang auf Heimplätze durch die Abschaffung des Pflegeregresses stark zugenommen und mit der neuen Regelung könne man hier gegensteuern.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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