Der Klimawandel setzt den Bergen stark zu: Weil die Permafrostgrenze (sie "hält" die Berge zusammen) steigt, kommt es zu Felsstürzen, die Wanderwege verlegen.
Das Land Tirol zahlt am wenigsten
"Wir müssen häufiger reparieren und teilweise Steige komplett neu anlegen. Das kostet enorm viel Geld. Bereits jetzt gehen von einem Mitgliedsbeitrag rund acht Euro in die Erhaltung der Wege und Hütten. Wir stellen mit 40.000 Kilometer Bergwegen die Basis für den Wandertourismus in Österreich, mit dem pro Jahr rund 1,5 Milliarden Euro lukriert werden. Über 50 Prozent der Urlauber kommen im Sommer nur deshalb nach Österreich, weil sie in den Bergen wandern wollen", nennt Renzler Zahlen, die von unabhängigen Instituten erhoben wurden.
Renzler weiter: "Das Land Tirol unterstützt uns jährlich mit 58.000 Euro. Kein anderes Bundesland (Anm., abgesehen vom Burgenland und Wien) zahlt so wenig für die Erhaltung der Berginfrastruktur."
Sorgen bereitet dem ÖAV aber auch die Rechtssprechung. "Die Bergurlauber werden klagefreudiger, es kam zu Urteilen, die für uns als Alpenverein unverständlich sind. Das Gebirge unterliegt keiner Ö-Norm, sondern den Naturgesetzen. Die Richter berücksichtigen keineswegs das Eigenrisiko. Die Berge sind ein Risikoraum und sollen es auch bleiben, das macht doch vielfach erst ihren Reiz aus", sagt ÖAV-Präsident Christian Wadsack. "Wir stehen zur Wegeerhaltung im Gebirge - wenn man uns nur lässt…"
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone










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