So, 22. Juli 2018

Der große Selbsttest

28.03.2018 11:16

Ich, der „Smartphone-Zombie“

Kennst du das? Du bist auf halbem Weg in die Schule, auf die Uni oder zur Arbeit und hast etwas vergessen: ausgerechnet das Handy… Bin ich süchtig?

Ein Albtraum. Auch für mich. Denn auch ich stamme aus einer Generation, die mit dem Handy aufgewachsen ist. Oder mittlerweile fast verwachsen ist. Festnetztelefone? Gefühlt ein Utensil aus der Steinzeit.

Das Handy ist ja nahezu zum „besten Freund“ geworden. So scheint es. Auch bei mir – dem „Smartphone-Zombie“. Im Auto, in der Straßenbahn, am Gehsteig, am Esstisch – ja sogar im Bett ist das Handy ein ständiger Begleiter. „Tu das Handy endlich weg!“, liegt auch mir meine Freundin immer öfter im Ohr. Zu recht? Allerdings – wie ich nach einem vierwöchigen Selbsttest weiß.

Dafür hab ich mir das Handy-App „Moment“ auf mein Smartphone geladen. Es zeichnet jede Nutzung mit dem Handy auf. Und das Resultat war schockierend:

Zwei Stunden und zehn Minuten pro Tag hab ich das Handy in den vergangenen vier Wochen im Durchschnitt verwendet. Mein Höchstwert? Sechs Stunden (!) und elf Minuten. Was hätte ich in dieser Zeit für schöne Alternativen gehabt.

Mein Ergebnis grenzt laut Experten jedenfalls stark an eine Handysucht. Eine Nomophobie – wie’s im Fachjargon heißt. Wer sein Handy mehr als 60-mal am Tag benutzt – so sagen es zumindest Universitätsstudien – , ist süchtig. Rund 176 Millionen Menschen weltweit sollen ohne Smartphone gar nicht mehr leben könnenOffline statt onlineNicht mehr ohne Handy leben? Ich hab’s ausprobiert, ging zwei Tage auf „Tauchstation“. Und? Es ist wirklich ganz schön schwierig. Letztlich habe ich gemerkt, wie unrund ich werde. Es war dieses Gefühl, nicht erreichbar zu sein. Das Gefühl etwas zu verpassen. Das Handy hat uns fest im Griff!

Glaubst du nicht? Probier’s aus! Schalte das Handy einfach aus. Nicht im Urlaub, sondern im Alltag. Es wird schwerer sein als du glaubst. Ich hab’s am eigenen Leib erlebt, nütze nun sogar kleine Tricks (siehe unten), damit das Handy auch einmal still steht. Denn wer will schon ein (Smartphone-)Zombie sein?

Einfache Tipps und Tricks gegen den hohen Handykonsum:

  • Töne ausschalten: Durch die Töne werden wir erst erreichbar, schauen prompt auf unser Handy. Egal ob Klingelton, Nachrichtenton oder Wecker.
  • Handyfreie Zeiten:  Du musst nicht immer erreichbar sein. Ab einem gewissen Zeitpunkt (gegen Abend) einfach das Handy abdrehen.
  • Handyfreie Zonen:  Beim Essen oder im Bett hat das Handy nichts verloren. Das musst du auch für dich selbst erkennen. Auch beim Sport muss das Handy kein ständiger Begleiter sein. Nimm lieber einmal einen Kumpel mit.
  • Armbanduhr nehmen/Wecker nutzen:  Natürlich ist’s praktisch, alle möglichen Features am Handy zu haben. Aber: Fürs Uhrzeitchecken geht auch eine Armbanduhr, zum Aufstehen reicht der „alte“ Wecker.
  • Soziale Netzwerke:  Die meiste Zeit am Handy verbringen wir im Internet. Vor allem in den sozialen Netzwerken. Aber brauchen wir alle diese Plattformen? Reduzierst du etwa deine aktive Zeit bei Facebook oder Instagram, minimiert sich gleichzeitig deine Konsum-Zeit vor dem Handy-Bildschirm.
Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser

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