Die fünf um die 20 Jahre alten Disco-Besucher fühlten sich damals nach einem Streit mit einer viel größeren Gruppe Jugendlicher bedroht und in die Enge getrieben. Wie eine "Phalanx" hatten sich die "Halbstarken" zusammengerottet. "Sie warfen Gläser und Bierflaschen gegen mein Auto und traten zudem mit Füßen dagegen", sagte der 21-jährige Angeklagte am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht zu Richter Gerhard Melichar.
Sein "Nicht schuldig" zur angeklagten Nötigung eines 16-Jährigen begründete er so: "Wir wollten so schnell wie möglich weg, weil wir uns bedroht fühlten. Ich raste nicht auf den 16-Jährigen zu, sondern fuhr nur knapp vor ihm eine Kurve." Der 16-Jährige dagegen behauptete als Zeuge: "Hätte ich mich nicht mit einem Sprung in Sicherheit gebracht, er hätte mich überfahren!" Was aber nicht einmal seine Kollegen derart drastisch gesehen hatten.
Die vielen Zeugen sorgten für noch mehr Widersprüche. So wurde der 21-Jährige vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Der "Sprung" des "Bedrohten" war eher ein Schritt. In bedrohlicher Situation war die Aktion "legal".
von Hans Licha, Tiroler Krone










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