Hochflor-Teppiche

Einfach kuschelig: Weiche Teppiche für harte Zeiten

Bauen & Wohnen
23.10.2009 14:23
Einfach warm und gemütlich wollen wir es an kalten Tagen haben. Zumindest zu Hause. Doch die Wirtschaftslage hat sich noch nicht wirklich entspannt, und so unbeschwert wie noch vor einigen Jahren schaltet man die Heizung nicht auf „volle Power“. Es schadet also nichts, dem wohnlichen Kuschelfaktor mit anderen Mitteln ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Besonders geeignet dafür: langflorige Teppiche, die jetzt wieder ganz im Trend liegen.

Nackte Böden – seien sie auch noch so schön designt – haben vorerst einmal ausgedient. Flauschi-Teppiche in verschiedenen Größen, Farben, Formen und Mustern halten in Wohn- und Schlafzimmer Einzug und vermitteln auch noch an den nebeligsten Herbsttagen entspannendes „Wiesen-Feeling.“

Ein Vorteil des Kuschel-Teppich-Trends: Es gibt sie in den verschiedensten Preisklassen und schon für wenige Euro findet man angesichts der Designvielfalt ein zu jedem Einrichtungsstil passendes Stück.

Warm, weich und einfach gemütlich
Bis zu den 90er Jahren hatten Teppiche so gut wie ausgedient. Als jedoch die „Retrowelle“ im Einrichtungsstil ihren Höhepunkt erreichte, kam plötzlich alles ganz anders: Hochflorige Teppiche („Shaggys“), die mit bis zu sechs Zentimeter hohen, zweifarbigen Wollfarben aussahen wie wogende Algen oder Wiesengräser, eroberten schlagartig den Markt. Besonderes Plus: Sie luden so richtig zum gemütlichen Bodenliegen, vorzugsweise an kälteren Tagen, ein.

Die Langflor-Teppiche der ersten Generation gab es vor allem in hellen Creme- und Sandtönen zu kaufen. Mittlerweile setzen die Produzenten auch ganz bewusst auf kräftigere Farben wie sattes Blau, Rot oder Grün, teilweise auch in Verbindung mit modern-fröhlichen Mustern. Grellbunte Farben, die bis vor kurzem gerade bei preisgünstigeren Teppichen als geradezu „vulgär“ angesehen wurden, sind nicht nur erlaubt, sondern Inneneinrichter ermuntern geradezu, damit Farbe und Fröhlichkeit in die eigenen vier Wände zu bringen.

Auch in punkto Materialien hat sich einiges getan. Pflegeleichte, robuste Materialien, etwa Polyester, ersetzen häufig die Wollmuster der ersten Generation. Besonders gefragt sind auch Mixe wie etwa Mischungen von Wolle mit Viskose, Seide, Leinen oder Flachs.

Optisch besonders auffallend sind Langflor-Teppiche mit unterschiedlichen Florhöhen.

Klassiker Flokati
Eigentlich sollten die neuen Langflorteppiche ja den Kult-Einrichtungsteppich der 70er Jahre, den Flokati, ablösen. Doch unbeschadet der Beliebtheit der neuen Langflor-Modelle kehrt auch dieser einst so typische Einrichtungsgegenstand heute wieder in unsere Wohnungen zurück.

Zu Recht. Denn beim klassischen Original-Flokati, auch „griechischer Hirtenteppich“, handelt es sich um ein naturbelassenes und schadstoffarmes Produkt. Unter dem Begriff „Flokati“ versteht man einen leichten, schafffellähnlichen und besonders flauschigen Langflorteppich. Sein Vorbild ist der einst von den griechischen Schäfern zum Schutz gegen Nässe, Kälte und Hochwind auf den Hochweiden getragene, ärmellose Umhang.

Traditionellerweise wird ein echter Flokati in einem mehrstufigen und aufwendigen Verfahren hergestellt und gilt als ein relativ preiswerter Flauschteppich, der vor allem bei der jüngeren Generation äußerst beliebt ist.

Flokatis kommen heute aus verschiedenen Ländern. Üblicherweise sind Flokatis reinweiß, dank verschiedener Einfärbungen der Naturwolle gibt es heute auch hochwertige Flokatis in verschiedenen Farbtönen.

Tipps und Trends
Lange Zeit galten „schöne Teppiche“ als sehr teuer, langlebig und als (geschätztes?) Erbstück für Generationen. Die neuen, modernen Teppiche sind in erster Linie Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände, die daher auch gewissen Wohntrends unterliegen. Aufgrund dieser Entwicklung gibt es jetzt auch Teppiche in allen Preisklassen, so dass jeder nach Lust und Geschmack einen wohnlichen Akzent setzen kann. Von schreiend-bunt bis elegant-cremig.

Vom Material her sind für diesen Herbst/Winter ganz besonders Langflor-Teppiche in Polyester angesagt.

Beachten muss man allerdings, dass Teppiche einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Ästhetik eines Raumes nehmen. Und was im Geschäft toll aussieht, macht sich im eigenen zuhause nicht in allen Fällen wirklich gut.

Friedrich Bender, Mitgründer des jungen „Senkrechtstarter“-Teppichlabels „kymo“ aus Deutschland, dazu: “Teppiche erzeugen Stimmung und strukturieren den Raum. Je nach Format, Material und Farbe kann man mit ihnen kleine Wohninseln schaffen oder die Großzügigkeit der Wohnung betonen.“ Auch einzelne Bereiche – etwa Wohn- und Essbereich - können mittels Teppich miteinander verbunden werden und Möbelstücke gezielt betont werden: „Wenn der Blick auf einen bestimmten Einrichtungsgegenstand gelenkt werden soll, bietet sich ein Teppich in gleichem Ton an“, so Bender. Für eher dunkle Räume sind helle Teppiche geradezu ideal und absolutes Don`t: Keine warmen mit kalten Farben kombinieren!

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