So schnell wird Daniel F. (33) wohl keinen Computer mehr anfassen. Der dreiste Gauner bot jahrelang auf diversen Internetplattformen Waren an, die er gar nicht besaß. Die Opfer überwiesen ihm Geld, warteten jedoch vergebens auf Post des Angeklagten!
"Ich weiß nicht warum ich das immer wieder mache. Meine Eltern denken schon, ich bin schizophren", so der Mann, der mit den Nerven am Mittwoch völlig am Ende war! Verständlich: Immerhin ist bei einem Schuldspruch das Gefängnis unausweichlich! Da halfen dann auch Tränen, zittern und die Einwände des Verfahrenshelfers, dass sein Mandant nicht verhandlungsfähig sei, nichts mehr. Richterin Helga Moser (Bild) ließ dem Angeklagten ein Glas Wasser bringen und beruhigte das "Häufchen Elend" gekonnt.
Dann wurde es ernst: Moser verhängte zwei Jahre Haft über den Mann. Ein Jahr davon muss er aus einer vergangenen Strafe absitzen. "Juristisch gesehen bin ich um eine Freiheitsstrafe nicht herum gekommen. Sie hatten aber Glück, bei ihrem kriminellen Vorleben hätten es leicht auch drei Jahre Haft werden können", so Moser. Mit leerem Blick, geballten Fäusten und der Bitte um drei Tage Bedenkzeit verließ er den Verhandlungssaal.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone









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