Di, 16. Oktober 2018

20 Autos betroffen

15.03.2018 13:20

BMW-Bande schlug wieder zu

Der Frust beim Chef sitzt tief! Seit 38 Jahren führt Othmar Papst sein Autohaus in Voitsberg. Eingebrochen wurde er in der Zeit fünf- oder sechsmal, aber in den letzten zehn Jahren war Ruhe. Bis zur Nacht auf Donnerstag: Bei neun teils nagelneuen BMW wurden Navis, Airbags und Lenkräder professionell entwendet.

Elf BMW waren es, die in der Nacht auf Dienstag beim Autohaus Unger in St. Ruprecht an der Raab „ausgehöhlt“ wurden. Ob die selbe Bande von der Ost- in die Weststeiermark weiterzog, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Fix ist aber, dass die neun BMW von Othmar Papst in der Nacht auf Donnerstag aufgebrochen wurden. „Kein einziges Fahrzeug ist älter als ein Jahr gewesen und wir haben gut 60 BMW am Gelände stehen. Die haben auch die einzige Seitenscheibe eingeschlagen, die nicht alarmgesichert ist. Die haben also sehr genau gewusst, was sie tun“, war Papst zerknirscht.

Dass hier Profis (möglicherweise Auftragsbanden) am Werk sind, steht laut Papst sowieso außer Zweifel. „Wir schätzen, dass sie pro Auto nicht länger als drei bis fünf Minuten gebraucht haben. Neben Lenkrädern und Navis fehlen auch die Airbags.“ Ob man die freistehenden Modelle noch besser schützen kann? Da schüttelt Papst den Kopf: „Wie denn? Käfig werden wir keinen bauen können und eine Alarmsicherung hat eh schon fast jedes Modell. Aber die Kriminellen wissen halt genau, wie sie diese umgehen können.“

Der Schaden (um die 100.000 Euro) ist beträchtlich, Papst hofft auf die Spurensicherung. „Bei einem der letzten Einbrüche auf meinem Gelände haben DNA-Spuren den Täter überführt, weil er sich beim Ausbau verletzt hat. Vielleicht haben wir auch diesmal Glück.“

Gewarnt sind nun jedenfalls die Händler, die neuere BMW-Modelle in ihren Fuhrparks stehen haben. Die Überwachung wurde fast allerorts verstärkt.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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