Do, 19. Juli 2018

Ein Kunstprojekt:

14.03.2018 11:59

Ein riesiger Stern fällt auf den Krauthügel

„Nein! Es ist nicht der Eingangstunnel für die neue Mönchsberggarage!“ So viel gefragt wurden zwei Arbeiter überhaupt noch nie wie Peter und Lukas am Dienstag auf dem Krauthügel in Salzburg. Sie bereiten nämlich alles für die Landung eines riesigen Sterns vor: Das neue Kunstprojekt, unterstützt vom Stift St. Peter.

Die „Stadtinger“ sind sensibel, jede auch nur kleinste Veränderung in ihrem Wohngebiet wird mit Neugier und Sorge beobachtet. So auch die zwei Arbeiter, die auf einer Fläche, die mit kleinen roten Pflöcken markiert ist, Holzlatten im Boden versenkten.
Noch ehe die ersten Anrainer für böse Leserbriefe in die Tasten griffen, klärte sich das Rätsel: Der Künstler Paul Wallach, 1960 in New York City geboren, lässt für die Salzburg Foundation von Walter Smerling und Karl Gollegger einen riesigen Stern in die Landschaft fallen.

Wie unser Bild links oben zeigt, ziehen sich die Achsen der Skulptur über ein Areal von 40 bis 45 Metern. Erst aus der Vogelperspektive der Festung Hohensalzburg erschließt sich dem Betrachter das gesamte Bild.
Aus der Nähe gesehen sind es Linien im Raum, das Kunstwerk für 2018 wird jedoch auch praktisch nutzbar sein, es kann von den Besuchern als Ruhebank zum Verweilen, als Ort der Begegnung oder auch als Bühne verwendet werden.

Der kunstsinnige Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher aus St. Peter zählt die bisherigen Projekte auf:
2014 Tony Cragg mit Skulpturen.
2015 Zhang Huan „My Temple.“
2016 Andreas Slominski mit „Rüben“.
2017 David Nash „Mein Freund, der Baum“.
2018 Paul Wallach „Down to the Ground“.

Heiß umfehdet und wild umstritten war die Kunst im öffentlichen Raum in den Anfangsjahren. Vor allem die Mozart-Statue von Lüpertz direkt vor der Kirche am Ursulinenplatz und der Kiefer-Pavillon vor der Kollegienkirche erregten Unmut. Der Pavillon rückte ein wenig, gepflanzte Lindenbäume lassen ihn nicht mehr so wuchtig erscheinen und die Kaufleute am Kajetanerplatz bemühen sich, die Mozart-Statue zu bekommen. Hunderte Touristen gehen vom Bus-Terminal durch das Nonntal, sie könnten eine große Attraktion sehen.

Auch die kaum beachtete „Welle“ entlang der Stadtmauer am Rudolfskai könnte einen besseren Aufstellungsort finden: Ideal wäre der leere Platz vor dem Uni-Zentrum im Nonntal. Die Eröffnung der Kunst-Installation von Paul Wallach wird zu Pfingsten sein, ab dem 20. Mai können die Salzburger das Kunstwerk am Krauthügel  aus nächster Nähe betrachten. Die im Stadtgebiet aufgestellten Kunstwerke (die Stühle bei der Staatsbrücke oder der Mann auf der goldenen Kugel am Kajetanerplatz) gehören nun der Sammlung von Reinhold Würth, der die Objekte als Dauerleihgabe den Salzburgern zur Verfügung stellt.

Hans Peter Hasenöhrl

 krone.at
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Hans Walter Langwallner
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