Sa, 21. Juli 2018

Ende Juni

09.03.2018 05:10

Flüchtlingsheim in Aigen wird zugesperrt

Seit zwei Jahren dient ein Teil des einstigen Landesschülerheims in Aigen im Ennstal als Flüchtlingsheim. Ende Juni wird es geschlossen. Grund ist der starke Rückgang an Asylwerbern. In Judenburg wird schon im März das „Haus Murtal“ zugesperrt. Kein Ende in Sicht ist hingegen für das Großquartier am Semmering.

Das „Haus Aigen“ bietet für 80 Personen Platz, „seit Jahresmitte 2017 geht die Auslastung stetig zurück“, sagt Stefanie Meier vom Diakonie Flüchtlingsdienst. Derzeit wohnen 46 Menschen im Haus. Sie müssen spätestens Ende Juni ausziehen. Es wird ein Verlegungsplan erstellt. Die Asylwerber sollen in der Region bleiben, damit sie ihre Kontakte und sozialen Netzwerke nicht verlieren. Die Kinder sollen in ihren Schulen und Kindergärten bleiben.

Einen solchen Plan gibt es auch für die 40 Flüchtlinge, die zuletzt noch im ebenso von der Diakonie betriebenen „Haus Murtal“ in Judenburg lebten. Ende März ist Schluss. Die „Außenstellen“ (Wohnungen in Fohnsdorf) wurden vom Steirischen Hilfswerk und der Firma ORS übernommen.

Judenburg und Aigen belegen einen steiermarkweiten Trend: Die Zahl der Asylwerber in der Grundversorgung sinkt. 6647 Personen sind es derzeit, zu Spitzenzeiten waren es doppelt so viele. Alleine seit Dezember gab es einen Rückgang um 700 Menschen. Parallel dazu werden laufend Asylquartiere zugesperrt. Von den verbliebenen 408 Unterkünften stehen schon wieder 20 vor der Schließung.

Viele Fragezeichen am Semmering
Davon kann in Steinhaus am Semmering keine Rede sein. Dort betreibt der Bund ein großes Flüchtlingsheim. Da die Regierung plant, die Asylbetreuung in staatlichen Händen zu bündeln, wird sogar eine stärkere Belegung befürchtet – genauere Infos aus dem Innenministerium fehlen. Das einstige politische Versprechen der damaligen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (maximal 50 Flüchtlinge) wird schon derzeit nicht eingehalten. Immerhin: Das noch im Vorjahr diskutierte Rückkehrzentrum scheint vom Tisch zu sein.

Jakob Traby
Jakob Traby

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