Der Wirtschaftskammer-Vize und Energieexperte Benedikt Bittmann malte am Mittwoch den Teufel an die Wand: Ein Vergleich der Netzkosten zeige, dass die Steiermark insbesondere bei den für die Wirtschaft relevanten Netzebenen weit über dem österreichischen Durchschnitt liege.
"Betriebe überlegen schon abzuwandern"
"Die hohen Stromkosten sind ein Nachteil, der uns in Krisenzeiten schadet. Betriebe überlegen schon abzuwandern, zahlreiche Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel!" Nimmt man das Beispiel der Holzindustrie Scheucher, muss der direkte Konkurrent aus Oberösterreich pro Jahr um 120.000 Euro weniger zahlen. Die EStAG lässt den Vorwurf der Preistreiberei nicht gelten. Chef Oswin Kois verweist darauf, dass die Netzpreise seit 2001 um 45 Prozent gefallen seien.
Das Interview mit EStAG-Boss Kois findest du in der Infobox!
Und wie schaut die Situation aktuell für die Haushaltskunden aus? Der Regulator e-control hat die im Oktober geltenden Strompreise genau unter die Lupe genommen: Der Steweag-Kunde zahlt durchschnittlich 683 Euro pro Jahr und könnte sich bei einem Anbieterwechsel - momentan ist der preiswerteste der Verbund - immerhin 80 Euro ersparen.
Die Energie Graz verlangt für 3.500 Kilowattstunden im Schnitt 632 Euro, beim günstigsten vergleichbaren Konkurrenten gibt's den Strom um stolze 86 Euro billiger. Besonders bezahlt macht sich laut einer Studie des Wirtschaftsministerium der Preisvergleich bei Strom und Gas: Sucht man sich für beide Energieformen einen neuen Lieferanten, lassen sich je nach Region bis zu 218 Euro einsparen.
Einsparungspotential bei Wechsel zu Verbund:
Wienenergie 118 Euro
EVN 108 Euro
Energie Graz 86 Euro
BEWAG 84 Euro
Steweag-Steg 80 Euro
Energie AG 59 Euro
Linz Strom 58 Euro
Energie Klagenfurt 58 Euro
Kelag 48 Euro
Salzburg AG 30 Euro
IKB 26 Euro
Tiwag 16 Euro
VKW 10 Euro










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