"Was fällt Ihnen zu 'fünf Tage' ein", fragt Richter Günter Sprinzel den Beschuldigten. Der zuckt mit den Schultern. "Überlegen Sie mal, wann Ihre Haftentlassung war und wann der erste Einbruch", hilft ihm der Richter auf die Sprünge. "Haben Sie in der Haft nichts gespart?" "Doch", erklärt der notorische Spieler, "aber ich musste eine Polizeistrafe zahlen, und am Abend bin ich schon wieder beim Automaten g'hängt."
Insgesamt 3.000 Euro erbeutet
Seine schwangere Lebensgefährtin, die ihn mit dem Moped zu den Tatorten brachte, soll am Anfang nichts davon gewusst haben. Dann sei sie Schmiere gestanden. "Es war blöd, dass ich nichts gesagt hab", entschuldigt sie sich. "Wie viel ist in den drei Monaten zusammen gekommen?", will Sprinzel wissen. "Mehr als 3.000 Euro", erklärt die 29-Jährige. Das hätten sie verspielt.
Staatsanwalt Ewald Hörzer zeigt dafür kein Verständnis: "Die Spielsucht ist eine Begründung, aber sicher keine Entschuldigung!"
Das nicht rechtskräftige Urteil: drei Jahre Haft für den werdenden Vater, 15 Monate bedingt für seine Freundin.
von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"









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