Die Vorgeschichte: HNO-Spitzenchirurg Arne Scholtz operierte entgegen der Chef-Anweisung (Kieferspaltung) den Tumor eines Patienten schonend durch die Mundhöhle, als HNO-Chef Herbert Riechelmann kurz vor Ende seiner Behandlung einschritt und laut Scholtz seinen Patienten in skandalumwitterter Nachoperation schwer verletzt habe.
Sein Anwalt schickte Sachverhaltsdarstellungen an Tilak, Uni, Land, aber auch an das Landeskriminalamt. Das führte zu einem Strafverfahren gegen Riechelmann. Daraufhin wurde Scholtz total kaltgestellt und aus dem Patientendienst abgezogen.
"Nun wird Scholtz auch noch in seiner wissenschaftlichen Arbeit behindert", erzählt sein Anwalt Rieder. Beim HNO-Fachärztetreffen über die Heilung von Gleichgewichtserkrankungen hätte der von Scholtz und der Technischen Uni konstruierte Beschleunigungsschlitten zur Diagnose von Schwindelerkrankungen, finanziert mit Bundes-, Landes-, Dritt- und Eigenmitteln, Wert 20.000 €, präsentiert werden sollen. "Das schlug fehl, denn Scholtz’ Schlitten, der auch für Trainingsmethoden in Sport- und Weltraummedizin eingesetzt wurde, ist mittlerweile zerstört", sagt Rieder.
Mobbing gegen Scholtz?
Tilak und Uni dazu: "Die fachmännische Demontage des Gerätes erfolgte in Übereinstimmung von Tilak-Geschäftsführung und Uni-Rektorat für Forschung und Lehre. Das Gerät ist nicht beschädigt, es kann bei Bedarf wieder aufgestellt werden."
"Die Schienen wurden zersägt, damit ist das Gerät für Diagnosezwecke unbrauchbar", kontert Rieder. Der auch festhält: "Tilak, Uni und Land behindern Patientenversorgung und wissenschaftliche Arbeit eines Mannes, gegen den nicht einmal ein Disziplinarverfahren läuft." Warum man Scholtz’ Schlitten gerade vor dessen Tagung entsorgte, könne sich jeder vorstellen.
von Hans Licha, Tiroler Krone
Symbolbild









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