Mo, 25. Juni 2018

Thema Krankenstand

15.02.2018 06:00

„Burn-out“ dauert durchschnittlich 36 Tage lang!

Zwölf „Blaumacher“ blieben monatelang daheim, bis sie rausgeworfen wurden. Das sorgt für große Diskussionen. Interessant ist die Krankenstandsstatistik der OÖGKK. Sie zeigt, dass psychische Störungen wie Burn-out zwar nicht selten sind, dennoch nur einen kleinen Anteil ausmachen. Solche Krankenstände dauern aber lange, im Durchschnitt 35,8 Tage.

Mit Atmungserkrankungen fielen im Vorjahr 295.362 mal Berufstätige in OÖ aus. Das ist eindeutig der Spitzenreiter in der Krankenstandsstatistik der OÖGKK. Durchschnittliche Krankenstandstage: 4,7.

Infektiöse und parasitäre Krankheiten legten 134.816 mal Landsleute flach. Das ist Platz 2. Durchschnittliche Krankenstandstage: 3,7. Das ist gleichzeitig die durchschnittlich kürzeste Krankenstandsdauer, noch kürzer sind nur Krankenstände mit „Diagnose nicht feststellbar“ – das sind laut Statistik 1,4 Tage „frei“.

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes schlugen sich mit 120.803 Krankenständen zu Buche: 13,7 Tage, Platz 3.

Als „Neubildungen“ scheinen Krebserkrankungen in der Statistik auf. Im Vorjahr wurden deswegen 6956 Krankenstände verzeichnet. Die Betroffenen fallen verständlicherweise am längsten aus, im Durchschnitt nämlich 37,3 Tage.

Psychische Kranheiten und Verhaltensstörungen werden laienhaft oft unter dem Sammelbegriff Burn-out „verbucht“. Im Vorjahr gab es deswegen in Oberösterreich 20.660 Krankenstände. Diese dauerten durchschnittlich 35,8 Tage lang.

Der Kassen-Chefarzt ist die oberste Instanz
Von der Wirtschaftskammer werden regelmäßig schärfere Kontrollen gegen Krankenstandsmissbrauch gefordert. Harald Schmadlbauer von der OÖGKK erklärt: „Die oberste Instanz ist unser Chefarzt. Er kann jemanden gesund schreiben, der Betreffende kann aber dennoch zuvor wirklich krank gewesen sein.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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