Springer-Grand-Prix

Der Staatsmeister patzte und Deutschland jubelte

Steiermark
22.06.2009 09:27
Deutschland 3, Österreich 0! Was im ersten Moment wie ein Fußballresultat aussieht, geschah am Sonntag beim internationalen Springreitturnier in Farrach. Drei Tage lang dominierten Österreichs Asse, am Schlusstag feierte der "große Nachbar" im Grand Prix einen Dreifacherfolg. Staatsmeister Dieter Köfler hätte diesen verhindern können, der Kärntner scheiterte am letzten Hindernis. Feiern konnte dafür eine Salzburgerin...
13 Hindernisse (inklusive einer Wasserhürde) hatte der Deutsche Parcoursbauer Stefan Wirth für den mit jeweils 20.000 Euro dotierten Grand Prix der Damen und Herren auf Lager. "Da hab ich schon schwerere Drei-Stern-Bewerbe gesehen und auch ein Zeitfehler ist mehr als vermeidbar", meinte Mario Bichler nach einem prüfenden Blick. Der gebürtige Tiroler dominierte in den letzten Tagen die Hauptbewerbe, aber am Sonntag hatte der 30-Jährige einfach unglaubliches Pech.

"Lascar" arbeitsscheu
Paradepferd "Lascar" verweigerte im Parcours die Arbeit, als die Zeit bereits gnadenlos herunterrann. So vergeudete Bichler zehn Sekunden, ehe er das erste Hindernis nehmen konnte. Ein fehlerfreier Ritt gelang dennoch, am Ende fehlte der Hauch von einer Zehntel Sekunden aufs Stechen. 

Sieben Österreicher im Finale
Ins "Grande Finale" der besten zehn Reiter schafften es auch ohne Bichler sieben Österreicher (wie die Steirer Martin Bauer und Markus Saurugg), aber keiner aufs Podest. Denn der Vierbeiner von Rüdiger Renner lief um sein Leben, der Deutsche gewann vor Björn Nagel (der Germane reitet unter ukrainischer Flagge) und Junioren-Vizeeuropameister Thomas Weinberg. 

Diese Phalanx hätte nur Dieter Köfler durchbrechen können. Aber der frischgebackene Staatsmeister aus Kärnten scheiterte im Stechen am allerletzten Hindernis und wurde hinter dem Oberösterreicher Heli Morbitzer Fünfter. Kurios: Köfler, Kapitän des "Alpenspan-Teams" aus Obdach, machte seinen einzigen Fehler ausgerechnet an jenem Hindernis, das sein Sponsor gekauft hatte... 

Melliger gab w. o.
Zum Heulen war aber nicht nur Österreichs Equipe, sondern auch Willi Melliger. Der Schweizer Superstar musste schon vor dem Start zum GP w. o. geben, da sein Holsteiner "Lea C" plötzlich lahmte. 

Ehrenrettung und Schrecksekunden
Die Kohlen aus dem Feuer holte für Österreich vor 3.000 Zusehern Claudia Neureiter: Die Salzburgerin gewann den Ladies-GP und somit 7.000 Euro, beste Steirerin wurde Babsi Belousek als Sechste. Schrecksekunden blieben beim ersten Drei-Stern-Turnier auf steirischem Boden nicht aus: Evamaria Nowak (St) und Alena Machova (Tsch) mussten nach Stürzen ins Spital, von da gab's Entwarnung...

Grand Prix in Farrach/Zeltweg, GP der Damen: 1. Neureiter (Ö), 2. Argenton (It), 3. Rees (D); 6. Belousek, 8. Janout, 9. Gresslehner (alle Ö). - GP der Herren: 1. Renner (D), 2. Nagel (Ukr), 3. Weinberg (D), 4. Morbitzer, 5. Köfler, 6. Eder, 7. Engelbrecht, 8. Bauer, 9. Saurugg, 10. Atzmüller, 11. Bichler (alle Ö).

von Alex Petritsch, "Steirerkrone"

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