Es ist eine "Bilanz der Menschlichkeit", die das steirische Rote Kreuz am Samstag in Kobenz präsentierte: 8.400 Helfer leisteten im Vorjahr 2,61 Millionen unbezahlte Dienststunden, alle 59 Sekunden rückte eine Mannschaft zu einem Einsatz aus! Gewählt wurde auch, Gerald Schöpfer ist neuer Rotkreuz-Präsident.
Keine Spur von Langeweile
Man muss sich das einmal vor Augen halten: Gäbe es keine freiwilligen Helfer, die die Nacht zum Tag machen, wäre das Gesundheitssystem längst nicht mehr finanzierbar. 52,2 Millionen Euro müsste das Land jährlich in den Rettungsdienst buttern! Denn "langweilig" wird den Sanitätern nie: Alle 59 Sekunden musste im Vorjahr eines der steirischen Rotkreuz-Fahrzeuge ausrücken, unglaubliche 532.757 Einsätze waren zu bewältigen.
Ehrenamtliche opfern viel Freizeit
"Durchschnittlich opfert jeder Ehrenamtliche 310 Stunden seiner Freizeit für die Allgemeinheit", rechnete Präsident Werner List am Rotkreuztag in Kobenz vor. Es war übrigens sein letzter großer Auftritt vor "seinen" Rotkreuzlern: List, der die Rettung nach Jahren der Turbulenzen in ruhiges Fahrwasser führte, trat nicht mehr zur Präsidiumswahl an. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Gerald Schöpfer gekürt. Er werde mit "Freude, Ausdauer und Energie" ans Werk gehen, versprach denn auch der ehemalige steirische Wirtschaftslandesrat.
Daten und Fakten
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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