So, 19. August 2018

Ohne Perspektive

27.05.2009 09:34

Für die Jungen gibt es keine Jobs mehr

Die Arbeitslosigkeit bei jungen Steirern ist in der Wirtschaftskrise geradezu explodiert. Unglaubliche 46,6 Prozent Anstieg sorgen für Ratlosigkeit bei den Experten. Weil's für Arbeitssuchende praktisch keine Jobs mehr gibt, macht sich tiefe Verzweiflung breit – zumal die Absagen mittlerweile per SMS und E-Mail eintrudeln! "Uns sind leider die Hände gebunden", sagt der steirische AMS-Chef, "aber die Jungen trifft's momentan eben am härtesten!"

Die Statistik formuliert drastisch-nüchtern: "Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit gegenüber April 2008: Gesamt plus 46,6 Prozent. Frauen plus 25,5 Prozent, Männer plus 65,5 Prozent." Nackte Zahlen, hinter denen sich viel Leid und mittlerweile auch schon pure Hoffnungslosigkeit verbergen!

6.767 junge Steirer ohne Job
"Unfassbar, das haben nicht einmal die schlimmsten Pessimisten vorausgesagt", bedauern ungenannt bleiben wollende Betreuer des Arbeitsmarktservice Steiermark. 6.767 junge Steirer – zum Großteil Pflichtschulabsolventen und Lehrlinge – sind aktuell ohne Job, weitere 3.593 hat man in Schulungen geparkt.

Chancen auf freie Stelle praktisch bei null
Die Chancen, in Zeiten der Wirtschaftskrise eine freie Stelle zu ergattern, bewegen sich für sie praktisch bei null. Das gab's noch nie in der Steiermark, ein riesiges Alarmzeichen! "Seit Februar ist mein 24-jähriger Sohn auf Arbeitssuche. Er bekommt SMS und E-Mails, in denen ihm mitgeteilt wird, dass man nichts für ihn hat", schildert ein Grazer Vater der "Steirerkrone".

Von einer Schulung in die nächste
"Wenn man ihn nicht vertröstet, wird er von einer sinnlosen Schulung in die nächste geschickt. Weil man schlicht und einfach nicht weiß, was man mit ihm tun soll." Beratungstermine seien obsolet geworden, "die Elektronik hat einfach die Information übernommen." Wann's wieder aufwärts geht und sich Perspektiven eröffnen, kann momentan niemand sagen. AMS-Chef Karl-Heinz Snobe: "Wir tun eh, was wir können..."

von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
Symbolbild

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