Bereits Mitte März wurde die "magische", katastrophale Grenze von 30 Cent pro Liter erreicht, jetzt ist der Produzenten-Milchpreis noch weiter in die Tiefe gerasselt.
Talfahrt wird anhalten
Rückwirkend ab dem 1. April zahlt die Obersteirische Molkerei ihren Lieferanten von Murau bis Mürzzuschlag - 1.900 sind es an der Zahl - wieder um drei Cent weniger! Und die Talfahrt wird weiter anhalten, befürchten Experten.
Preissturz von 35 Prozent zu verkraften
"Jetzt bekommen wir nur noch 27 Cent, ein Schandpreis" Wir haben einen Preissturz von 35 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2008", ist Herbert Kammerhofer, Sprecher der IG-Milch in Bruck, beinahe am Verzweifeln. Er und viele andere Bauern denken schon seit Längerem über einen Ausweg aus der Misere nach - und hätten auch einen Lösungsansatz parat.
Lösungsansatz "Milchmengensteuerung"
Das Zauberwort heißt "flexible Milchmengensteuerung"; die heimischen Landwirte produzieren also so viel Milch, wie auch am Markt benötigt wird. Derzeit ist die Situation allerdings umgekehrt; zu viel Milch, zu wenig Nachfrage.
"Molkerein und Politik wollen da nicht mitspielen. Irgendwas muss aber passieren. Wenn die Bauern gestorben sind, ist es zu spät!", warnt Kammerhofer.
von Jörg Schwaiger, "Steirerkrone"
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