Im Kreuzgang des altehrwürdigen Benediktinerklosters Seckau existieren zwei Grabsteine aus dem 13. Jahrhundert. Ursprünglich wurden sie dem Geschlecht der Pranckher zugeschrieben, bis sie Johannes Gartner (im Bild mit Historikerin Elke El-Sayed und dem Abdruck des Grabsteins Ottokars) eines Tages genauer unter die Lupe nahm.
Verfasser der steirischen Reimchronik
Der Abt entdeckte lateinische Gravuren und Wappenabdrücke, die er wissenschaftlich untersuchen ließ. Am Dienstag verkündete der studierte klassische Philologe eine kleine Sensation: Die Gedenksteine gehören Ottokar aus der Gaal und seiner Frau Elisabeth! Ottokar gilt als bekanntester mittelalterlicher Chronist des Landes, verfasste unter anderem die Steirische Reimchronik.
Wappenfarben und Panther beschrieben
Unter den 100.000 Versen findet sich auch eine besonders interessante Passage: Darin beschreibt der um 1320 verstorbene Dichter zum ersten Mal die weiß-grünen Wappenfarben und den Panther im Schild.
Ottokar und sein Hauptwerk stehen übrigens in der Abtei Seckau im Zentrum der Ausstellung "Die Welt der Mönche". Sie wird am 1. Mai eröffnet.
von Jörg Schwaiger, "Steirerkrone"
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