Bauern verzweifeln

Milchpreis fällt ins Bodenlose

Steiermark
16.03.2009 19:37
Die steirischen Milchbauern sind am Verzweifeln. Die Preisspirale dreht sich noch weiter nach unten! Aktuell kriegen die preisgequälten Molkerei-Zulieferer nur noch mickrige 30 Cent pro Liter ihres "Weißen Goldes". Und die von der EU erdachte Kuhprämie ist dabei auch nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein.
45 bis 47 Cent pro Liter Milch: So viel müssten die Molkereien unseren Landwirten zahlen, damit sie einigermaßen leben können. Aber wie viel sind es jetzt nur noch? 30 Cent! Weil der Preis in den letzten Monaten wieder in den Keller gerasselt ist, wurde nun diese "magische", katastrophale Grenze erreicht. Und die Talfahrt wird weiter anhalten, befürchten Experten.

EU-Hilfe als "Strbeprämie"
Wie berichtet, will die EU den österreichischen Bauern einen Rettungsanker in Form einer Kuhprämie zuwerfen; sie beträgt 26 Millionen Euro. Geht die Brüsseler Milchmädchenrechnung auf, wären das 50 Euro pro Euter und Jahr. "Das ist eine bessere Sterbeprämie", formuliert es Herbert Kammerhofer (Bild) hart. "25 Millionen Euro hört sich zwar viel an, bekommen würden wir aber lediglich einen Cent mehr pro Liter." Fix sei ohnehin noch nichts, so der Sprecher der IG-Milch, zudem würde das erste Geld frühestens Ende 2010 eintrudeln.

2010 als Horror-Jahr
2010 könnte übrigens ein besonders schlimmes Jahr für die Landwirte werden: Die EU könnte nämlich die Direktzahlungen empfindlich kürzen. "Trotzdem ist unser größtes Problem, dass die Union die Milchproduktionsquoten noch weiter erhöht. Das drückt den Preis nach unten - und der Bauernstand ist vom Aussterben bedroht!", warnt Kammerhofer.

von Jörg Schwaiger, "Steirerkrone"

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