Ohne Pass gereist

Grenzpolizei fasst verurteilten Mörder

Steiermark
07.03.2009 14:41
Der Grenzpolizei in Spielfeld ist bei einer Kontrolle in einem internationalen Reisezug an der slowenisch-steirischen Grenze ein wegen Mordes verurteilter Mann ins Netz gegangen. Der 38 Jahre alte Bosnier war von Slowenien nach Österreich unterwegs, als Beamte ihn kontrollierten. Da er keine Papiere bei sich hatte, wurde er im Fahndungscomputer überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein internationaler Haftbefehl wegen Mordes vorlag. Er wurde festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Die Festnahme war bereits am Donnerstag gegen 8.40 Uhr erfolgt, wie der Leiter der Grenzpolizeiinspektion Spielfeld, Chefinspektor Josef Knapp, bestätigte. 

2004 aus Gefängnis geflüchtet
Der Bosnier hatte laut Knapp im Februar 2001 in der Hauptstadt der bosnischen Serbenrepublik, Banja Luka, einen Mann ermordet und war deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Jahr 2004 gelang dem Mann die Flucht aus einem Gefängnis, seither lebte er unstet. 

Der 38-Jährige war am Donnerstag in der Früh in Marbur in den IC von Zagreb nach Graz gestiegen und dann von den Beamten kontrolliert worden. Bei der Festnahme wehrte er sich nicht. "Man hatte den Eindruck, dass er vielleicht froh war, dass die Flucht zu Ende ist", so Knapp. 

Bosnier nannte seinen richtigen Namen
Der Gesuchte hätte es den Beamten bei der Identifizierung schwer machen können, so Knapp, aber er nannte seinen wirklichen Namen und zeigte sich auch sonst kooperativ. Der Mann dürfte zur Verbüßung seiner Haftstrafe in die Republika Srpska abgeschoben werden.

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