"Memphis classic"

Kaufmann betrieb illegale Zigarettenfabrik

Niederösterreich
02.04.2009 15:41
Die Einrichtung war perfekt: Die Maschinen aus China waren in der Lagerhalle in Maria Ellend (Bezirk Bruck an der Leitha) aufgestellt und der Tabak bereits geliefert. Auch der Probebetrieb lief bestens. Doch dann schlug im Juli 2007 "Kommissar Zufall" zu und die illegale Zigarettenfabrik flog auf. Als Organisator ist am Donnerstag ein 57-jähriger Kaufmann vor Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt worden - davon sechs Monate unbedingt. Außerdem wurde dem Mann eine Geldstrafe im Ausmaß von 800.000 Euro aufgebrummt (bei Nichteinbringung sechs Monate Ersatzfreiheitsstrafe).

Der 57-jährige Kaufmann russischer Abstammung hatte laut Anklage bereits 20 Tonnen Feintabak und Maschinen im Wert von 315.000 Euro ins Land gebracht. Geplant war die Herstellung von 210.000 Stangen Zigaretten. In der ersten Verhandlung im Februar hatte sich der Beschuldigte als Strohmann für seine Partner in Russland dargestellt, auf dessen Ersuchen hin er lediglich eine Halle gemietet habe. Von Drohungen war die Rede - dem Vernehmen nach auch vor der Verhandlung am Donnerstag.

380.000 Zigaretten bereits produziert
Aufgeflogen ist die illegale Fabrik, in der zu dem Zeipunkt bereits 380.000 Stück "Memphis classic" hergestellt worden waren, im Juli 2007 durch Zufall: In der Nähe fand ein Spaziergänger verbrannte Pässe. Dadurch fiel Polizisten die Lagerhalle auf, deren Fensterscheiben mit Folie verklebt waren. Sie fanden auch Tabak, mit dem 20 Millionen Stück Zigaretten hergestellt hätten werden können. Und passende Verpackungen für die illegalen "Memphis".

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