Im Rückblick auf das Vorjahr sah der Obmann einige Erfolge für die 1994 gegründete Pendlervertretung. So habe es auf Initiative der Steirer bundesweit einen Pendlerzuschlag von 130 Euro für nicht-lohnsteuerpflichtige Kleinverdiener (in Form einer Negativsteuer) gegeben. Lob gab es auch für die Einführung von Rabatten auf Jahreskarten des steirischen Verkehrsverbundes und 20 neue S-Bahn-Verbindungen.
Steiermark "unterversorgt"
Kritik übte Gosch - er ist auch Vizepräsident der steirischen Arbeiterkammer -, dass noch immer "bestimmte Teile der Steiermark unterversorgt sind". Das sei ein Mitgrund, dass noch immer mehr als 80 Prozent aller Pendler mit dem eigenen Pkw zur Arbeit fahren. Um dem entgegenzuwirken soll im Bahnverkehr der sogenannte "Obersteirertakt" besser mit der S-Bahn im Großraum Graz vernetzt werden. Doch auch der öffentliche Verkehr in dichter besiedelten Gebieten sei zum Teil mangelhaft, kritisierte Gosch. Exemplarisch nannte er die Gemeinde Raaba südöstlich von Graz. Dort arbeiten rund 15.000 Menschen, es fehle aber eine adäquate Busverbindung in die Stadt.
Graz-Umgebung mit höchster Pendlerquote
Laut Pendlerreport ist Graz-Umgebung mit knapp 79 Prozent der Bezirk mit der höchsten Pendlerquote in der Steiermark, dahinter folgen Leibnitz im Süden der Grünen Mark (74 Prozent) und Feldbach im Südosten (71 Prozent). Rund 73.000 Pendler fahren täglich in die Landeshauptstadt Graz.
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