LKH zieht Bilanz

“Für 2 von 3 ‘Ambulanten’ kriegen wir kein Geld!”

Steiermark
19.12.2008 23:38
Was die medizinische Versorgung betrifft, leben wir Steirer nach wie vor im gelobten Land: Rund um die Uhr stehen Ärzte Gewehr bei Fuß, wenn's bei den Patienten zwickt und zwackt. Das LKH-Uni-Klinikum Graz plagen jedoch Sorgen: Für ambulante Behandlungen gibt's zu wenig Geld - und Intensivbetten fehlen.

Das Jahr 2008 neigt sich langsam dem Ende zu - für Unternehmen also höchste Zeit, Bilanz zu ziehen. Das LKH-Klinikum Graz, mit seinen 7.200 Mitarbeitern nichts anderes als ein riesiges weiß-grünes Unternehmen, hat das am Donnerstag bereits gemacht. Und mit beeindruckendem Zahlenmaterial aufwarten können:

  • 404.678 Patienten wurden ambulant,
  • 80.762 wiederum stationär betreut.
  • Die durchschnittliche Verweildauer im Spital betrug 5,47 Tage,
  • die Betten waren dabei zu 78 Prozent ausgelastet.

Ganz zufrieden ist die Anstaltsleitung aber nicht: Es krankt einmal mehr an der finanziellen Abgeltung medizinischer Leistungen. "Für zwei von drei ambulant Betreuten bekommen wir kein Geld!", schlägt der Betriebsdirektor Gebhard Falzberger Alarm, dem auch etliche fehlende Intensivbetten erhebliches Kopfzerbrechen bereiten.

Marathonläufer als "Highlight"
Was denn eines der überraschendsten und bemerkenswertesten Ereignisse 2008 gewesen sei, wollte die "Steirerkrone" noch wissen. Der neue ärztliche Direktor Gernot Brunner erinnert sich: "Ein Marathonläufer ist direkt vor zwei Grazer LKH-Ärzten zusammengebrochen und reanimiert worden. Nach zwei Tagen war er wieder fit."

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