Lebende Fackel

Pensionist fängt beim Nachheizen Feuer

Steiermark
15.11.2008 19:30
Beim Nachheizen eines Herdes dürfte am Donnerstagnachmittag in einem Bauernhaus in Edelschrott ein Pensionist vorerst gar nicht bemerkt haben, dass Glut auf seine Hose gefallen war. Plötzlich stand der 79-Jährige lichterloh in Flammen. Der Hausbesitzer erstickte das Feuer.

Josef G. - der pensionierte Knecht wohnt bereits seit mehr als 30 Jahren in dem Bauernhaus - öffnete gegen 13.30 Uhr die Ofentür, um Holz nachzulegen. Dabei fielen Glutreste auf die Plastikschaufel, setzten erst diese und dann die Hose des Weststeirers in Brand. Der Hausbesitzer Markus E. - er arbeitete gerade in der Garage - hörte die Hilfeschreie und reagierte sofort.

"Der Sepp hat lichterloh gebrannt"
"Es war wie in einem Horrorfilm", so der Mechaniker: "Der Sepp hat lichterloh gebrannt, die Stichflamme war zwei Meter hoch. Ich hab die nächstbeste Decke genommen und damit das Feuer erstickt. Leicht war das nicht." Mit einem Messer schnitt Markus E. danach dem Verletzten behutsam die Bekleidung - Hose, Hemd, Pullover - vom Körper, trug den Mann ins Bad und legte ihn in die Wanne: "Ich hab ihn kalt abgebraust und währenddessen die Rettung angerufen." Josef G. erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen und liegt nun im Wiener AKH.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
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