Im Juni hat es eine Regierungsklausur zum Budget gegeben. Dort einigte man sich auf Grundsätzliches: Kurs der Vernunft, ab 2009 ein ausgeglichener Haushalt, keine Neuverschuldung! Nach dem Sommer sollten die Regierungsmitglieder ihre Budgetwünsche deponieren. Das taten sie, offensichtlich als ob Weihnachten wäre. Und dem Wirtschaftslandesrat scheint die Luft weggeblieben zu sein. "Ich halte das, was da gerade passiert, schlicht für verantwortungslos", fährt Buchmann schweres Geschütz auf. "Wir haben uns auf Einsparungen in der Dimension von 300 Millionen Euro verständigt, wenn ich jetzt die Wünsche addiere, dann stehe ich bei 800 Millionen Euro. Allerdings Neuverschuldung, und das pro Jahr." Noch nicht einmal eingearbeitet in das "Zahlen-Horrorwerk" seien da der Gratis-Kindergarten, die Aufwendungen für die Ski-WM, Spielberg usw..
"Unvorstellbarer finanzieller Bauchfleck"
Auf jeden Fall - so die Mitregierer "nicht bald und ernsthaft" in sich gehen - bahne sich ein finanzieller "Bauchfleck" von unvorstellbaren Ausmaßen an. Dass wirklich Feuer am Dach ist, zeigt sich auch an einem Detail: In der Sommerpause unüblich, hat Buchmann mit Landeshauptmann Franz Voves und SPÖ-Budget-Chefverhandler Kurt Flecker bereits Verbindung aufgenommen. Den Rest der Regierung will er erst in der ersten regulären Sitzung am 8. September informieren.
von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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