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1.207.076 Einwohner – die Steirermark “wächst”

Steiermark
22.08.2008 17:03
Unser Bundesland hat mit 1.207.076 Einwohnern am 1. Juli 2008 einen neuen Höchststand an Bevölkerung erreicht. An der Geburtenrate liegt der Zuwachs aber nicht, denn mit einer Rate von 1,3 Kindern pro Frau liegt die Steiermark nur knapp vor Schlusslicht Burgenland (1,29). Das sind nur einige Kennzahlen der neuen Landesstatistik Steiermark, die am Donnerstag in Graz präsentiert wurde.

Die Ursachen für den konstanten Anstieg der Bevölkerung - seit 1958 plus rund 80.000 Personen - sehen die Statistiker vom Land Steiermark in der starken Zuwanderung und der stetig steigenden Lebenserwartung. Der "Nachschub" kommt vor allem aus dem Ausland, obwohl die grüne Mark nach wie vor den zweitniedrigsten Ausländeranteil in Österreich (6,1 Prozent) hat, so Landesstatistiker Martin Mayer. Ein Ende des Zuwachses sei derzeit nicht absehbar, über Jahrzehnte hinweg könnte die Population aber schrumpfen.

Wir werden wieder "schrumpfen"
Der Grund für die Entwicklung seien nicht zuletzt die rückgängigen Geburten. "Seit zwanzig Jahren schwankt die Geburtenrate auf einem niedrigen Niveau von etwa 10.000 Kindern pro Jahr", erklärte der Experte. Im vergangenen Jahr kamen auf 1.000 Einwohner lediglich 8,4 Kinder. Damit habe man einen "historischen Tiefstwert erreicht". Wirklich niedrig ist die Quote aber nur bei den Inländerinnen (1,24), ausländische Frauen bringen durchschnittlich 2,09 Kinder zur Welt. Außerdem gebe es um 20 Prozent weniger Frauen im "idealen Babyalter" (20 bis 35 Jahre) als noch vor 15 Jahren.

Die meisten Zuwanderer kommen aus Ex-Jugoslawien 
Die Zuwandererschaft setzt sich hauptsächlich aus Bürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien (36 Prozent) zusammen. Nach Nationalität rangieren die Rumänen auf Platz 1, gleich dahinter kommt Deutschland, während die Türkei mit sieben Prozent weniger stark vertreten ist. Insgesamt hat es 2007 einen Anstieg der Ausländer um 4,9 Prozent gegeben. Die konstante Zuwanderung sei auch der Grund, warum die steirische Bevölkerung überhaupt noch wachse, so Mayer: "Gäbe es nicht die Zuwanderung, wäre unsere Bevölkerung in den letzten 30 Jahren schon um ein Achtel geschrumpft."

Die Ehe am absteigenden Ast
Die Zahl der Eheschließungen war 2007 weiter rückgängig: Mit 4,2 Ehen pro 1.000 Einwohner sei man - gemeinsam mit 2002 und 2003 - am niedrigsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg angelangt. Ein Highlight stellte der 7.7.2007 dar: Zehn Prozent aller Ehen wurden an diesem Tag geschlossen. Den größten Altersunterschied vor dem Traualtar schafften ein 85-jähriger Mann und seine 19-jährige Frau. Steigend (plus 13,3 Prozent) war die Tendenz bei den Scheidungen: Jede 85. Ehe wurde geschieden. Setzte sich der Trend wie aktuell in Graz fort (Scheidungsrate 66 Prozent), würden zwei von drei Ehen geschieden werden, so die Statistiker.

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