Nach Katastrophe

Radmer ist eine große Baustelle

Steiermark
08.08.2008 16:28
"Das Leben danach", wie es Vizebürgermeister Ludwig Gottsbacher beschreibt, hat nun in Radmer begonnen. Der von mehreren Katastrophen heimgesuchte Ort (sogar ein riesiger Fels drohte, auf eine Siedlung zu stürzen - siehe Foto) gleicht einer großen Baustelle, die Bevölkerung freut sich, dass sie sich bald nicht mehr vor den Naturgewalten fürchten muss.

"Derzeit sind bei uns sechs große Bagger im Einsatz", berichtete Gottsbacher am Donnerstag der "Krone". So wurde der Weinkellerbach verbaut und eine Felsnase weggesprengt, um Vermurungen zu verhindern. Man überlegt jetzt sogar, das Bachbett nach Westen zu verlegen. Die Arbeiten beim Schüsserbach sind ebenfalls schon weit fortgeschritten, es wurden auch bereits die Messgeräte für das Alarmsystem, das mit der Sirene gekoppelt wird, installiert. Jetzt fehlt nur noch die Feinabstimmung. Und der einst instabile Riesenfelsen bewegt sich nicht mehr... 

Ab Freitag findet eine Begehung der 16 gefährdeten Häuser statt: "Ein Baumeister wird prüfen, wo die Bewohner Schutz suchen sollen, falls für eine Evakuierung keine Zeit bleibt. Für diesen Fall gibt es dann ein eigenes Sirenensignal", so der Vizebürgermeister.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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