Der brandaktuelle "Wasser-Report", durchgeführt vom Umwelttechnikzentrum AQA und mehreren österreichischen Forschungsunternehmen, hat's in sich: Demnach ist das Wasser in jedem zweiten steirischen Hausbrunnen ungenießbar, sogar mit Kolibakterien und Enterokokken "verseucht".
Ernsthafte Erkrankungen möglich
Betroffen sind 24 Prozent der Haushalte, also etwa 112.000 in der Steiermark, die über einen eigenen Brunnen verfügen. Wird das kühle Nass getrunken, können - und davor warnen die Experten - ernsthafte Erkrankungen des Verdauungstraktes auftreten.
Berhörde ist machtlos
Warum es zu den Verunreinigungen kommt, liegt auf der Hand: Durch schadhafte Deckel gelangen Regen, Tiere oder Unrat (und folglich auch Keime) in das Wasser, zudem ist die Nähe zu Senkgruben problematisch. Weil lebensmittelrechtliche Vorschriften aber nur für öffentliche Anschlüsse gelten, sind der Behörde die Hände gebunden.
Was verwundert: Der Studie zufolge sind dennoch 94 Prozent der steirischen Brunnenbesitzer zufrieden und froh, sich selbst versorgen zu können...
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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