"Die Stimmung im Basislager ist am Boden. Jedes Team hat ein oder zwei Tote. Hier halten sich derzeit 20 bis 25 Bergsteiger auf, sie brechen jetzt praktisch alle auf", sagte Stangl. Ihm und Strausz gehe es den Umständen entsprechend gut. Skyrunner Stangl hätte den K2 in einer Rekordzeit besteigen wollen. Sein Ziel: Binnen 24 Stunden vom Basislager zum Gipfel des mit 8.611 Metern zweithöchsten Bergs der Welt und zurück.
Die beiden Alpinisten möchten am Dienstag ihre Zelte abbrechen und binnen drei Tagen zum ersten bewohnten Ort auf einer Seehöhe von 3.000 Metern absteigen. Von dort geht es über Skardu weiter nach Islamabad. "Wir werden versuchen, unseren Rückflug umzubuchen und am 11. oder 12. August wieder in Österreich zu sein", erläuterte Stangl.
Bergung mittels Hubschrauber gescheitert
Der Versuch, den verletzten Italiener mit einem Hubschrauber der pakistanischen Armee zu bergen, sei gescheitert, er habe in dieser Höhe nicht mehr fliegen können, berichtete der Steirer. Deshalb müsse der Mann zu Fuß absteigen, drei weitere Männer seien bei ihm. "Im Basecamp ist es jetzt fast windstill, es ist zu 50 Prozent bewölkt. In der kommenden Nacht soll das Wetter aber umschlagen", sagte Stangl.
Drama am Nanga Parbat
Mitte Juli war der Südtiroler Bergsteiger Karl Unterkircher am Nanga Parbat im Himalaya von schlechtem Wetter überrascht worden und in den Tod gestürzt. Zwei andere Bergsteiger konnten erst nach Tagen an einer eisigen Felswand in Sicherheit gebracht werden.
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