"Wir nehmen es so, wie es kommt, eine interessante Aufgabe, ein guter Gegner", urteilte Sturm-Trainer Franco Foda über das Los. "Ich kenne alle europäischen Ligen und weiß, dass das eine spielstarke Mannschaft ist, gegen die wir hundert Prozent geben müssen." 2006 hatte Red Bull Salzburg jedenfalls Mühe, sich in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde gegen die Zürcher durchzusetzen (Gesamtscore 3:2).
"Sicher nich das attraktivste Los"
Sturms Abwehrchef Ferdinand Feldhofer nahm es gelassen. "Es ist sicher nicht das attraktivste Los, von dem her wäre mir schon Stuttgart lieber gewesen. Aber auf jeden Fall ist es besser, als nach Weißrussland zu fahren. Ich denke aber nicht, dass der Schweizer Fußball weit über unserem einzustufen ist. Ich weiß von Zürich nur, dass es sich um eine junge Mannschaft handelt. Aber das heißt nichts, wir sind ja auch nicht alt. Ich hoffe, dass das Grazer Stadion ausverkauft ist, schließlich wurde hier seit 2002 nicht mehr UEFA-Cup gespielt."
"Dritter in Schweizer Liga"
Der Gegner wird von Bernard Challandes, der das Szepter im Sommer 2007 von nunmehrigen Hertha-BSC-Coach Lucien Favre übernahm, trainiert und gilt als junges, ambitioniertes Team ohne große Namen, das im Vergleich zur abgelaufenen Saison fast unverändert blieb. Derzeit liegen die "Löwen" nach drei Runden der aktuellen Saison nach zwei Siegen und einer Niederlage auf Platz drei der Schweizer Liga. Der Club steigt in der zweiten UEFA-Cup-Qualifikationsrunde ins internationale Geschehen ein.
"Wahrscheinlich ist Sturm Graz das schwierigste Los in dieser Gruppe. Sie sind ein unangenehmer Gegner", befand FCZ-Sportchef Fredy Bickel auf der Vereinshomepage über die Steirer
Schweizer Star noch angeschlagen
Zürich stellte keinen Spieler des Schweizer EM-Kaders. Star der Mannschaft ist Spielmacher Yassine Chikhaoui, der im November des Vorjahres beim 0:0 gegen Österreich auch in den Reihen der tunesischen Auswahl stand. Umso bitterer für die Zürcher war daher die Verletzung des 21-jährigen Filigrantechnikers, der nach einem Eingriff an der Patella-Sehne erst wieder Mitte August und damit möglicherweise gegen Graz einsatzbereit sein wird.
Größter Europacup-Erfolg des FC Zürich, der im 30.585 Zuschauer fassenden Letzigrund-Stadion spielt, war der zweimalige Einzug ins Halbfinale des Meisterpokals: 1964 war gegen Real Madrid, 1977 (jeweils mit Ex-Schweiz-Coach Jakob Kuhn) gegen Liverpool Endstation. Von Oktober 1991 bis April 1994 wurde der "Arbeiterclub" vom Tiroler Kurt Jara gecoacht.
Jantscher verlängert, Peric wird verliehen
Sturm hat am Freitag bekanntgegeben, dass Jakob Jantscher einen Vetrag bis 2010 mit einer Option bis 2011 unterzeichnet hat. Der Bosnier Ozren Peric wird dagegen für ein Jahr an den slowenischen Erstligisten NK Rudar Velenje verliehen. Die Vertragsverlängerung von Jantscher und die Verleihung von Peric war die erste Transaktion von Franco Foda in seiner interimsmäßig ausgeübten Funktion als Sportlicher Leiter.
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