Bei den "Stieren"

Säumels Odysse endete in der Serie A

Steiermark
24.07.2008 14:03
Dort, wo seine Profikarriere begann, soll auch der internationale Durchbruch gelingen: Im Dezember 2002, als Sturm im UEFA-Cup bei Lazio Rom 1:0 gewann, ließ Franco Foda den 18-jährigen Jürgen Säumel debütieren - jetzt ist der 14-fache Teamspieler "Italiener", unterschrieb (nach einer Odyssee durch halb Europa auf der Suche nach einem neuen Klub) bis 2011 beim FC Torino, dem 15. der Serie A.

"Diese Topliga ist eine noch größere Herausforderung als Deutschland, weil ich's dort allein wegen der Sprache leichter gehabt hätte", sagt der Ex-Sturm-Kapitän, der den Transfer ins Land des Weltmeisters auch Ex-Sturm-Star Markus Schopp verdankt, der vier Jahre bei Brescia in der Serie A war, dort auch unter Torino-Coach Giovanni de Biasi arbeitete. "Als mich Jürgen um Hilfe bat, hab ich mit de Biasi telefoniert, später mich persönlich mit ihm und Sportdirektor Pederzoli über Jürgen unterhalten. Aber sie haben ihn bereits gekannt, waren gut informiert über Jürgen und überzeugt davon, dass er zu Torino passt." 

Schopp als Dolmetscher
Am Mittwoch im Camp in Südtirol wurde Säumel der Presse vorgestellt - mit Schopp als Dolmetsch an seiner Seite. "Aber ich hab in der Schule auch drei Jahre Italienisch gelernt und hoffe, dass ich sprachlich keine großen Probleme haben werde", so Säumel, der versprach "mich sowohl defensiv als auch offensiv ins Spiel einzubringen." Am Samstag im Test gegen eine lokale Auswahl trägt er erstmals den granatroten Dress der "Stiere" - und äußerte davor gleich eine Bitte: "Ich möcht die Nummer 24" - wie daheim bei Sturm... 

Stars seines neuen Klubs? Barone (zählte zum WM-Kader '06), Diana (stand auch schon im Teamkader), Amoruso (Ex-Juve), Ventola (Ex-Inter) - und auch Oldboy Corini (37), der sich momentan noch vor Säumel auf dessen Position aufbaut... 

"De Biasi", weiß Schopp, "arbeitet gerne mit Jungen - ich bin überzeugt, dass er den Durchbruch schafft. Zumal er als einziger Linker im Mittelfeld einen zusätzlichen Vorteil hat." 

Säumel (Sportdirektor Pederzoli: "So einen Typ haben wir lange gesucht") selbst ist nur noch froh: Weil seine Odysse zu Ende ist - und auch über das Camp: "Nirgendwo sonst lernt man einander besser kennen als in einem Trainingslager."

von Richard Kallinger, "Steirerkrone"

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