Tatsache ist, dass bei uns seit Freitag Birnenkulturen mit dem Antibiotikum Streptomycin behandelt werden dürfen. "Diese Entscheidung war verantwortungslos", wettert Biochemiker Helmut Burtscher von der Umwelt-Organisation Global 2000. "Das Land argumentiert mit 'Gefahr im Verzug' und hebelt damit geltendes EU-Recht aus, das dieses Mittel verbietet." Große Gefahr habe in Wahrheit nicht bestanden - nur noch drei Prozent der Bäume stehen in Blüte!
"Das ist doch Blödsinn", ärgert sich Landwirtschaftskammer-Sprecherin Rosemarie Wilhelm. Weil am 1. Mai das Feuerbrand-Infektionsrisiko derart hoch gewesen sei, habe man den Einsatz des Wirkstoffs erlaubt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er von steirischen Bauern wirklich eingesetzt worden sei, ist eher gering.
Gefahr besteht für Konsumenten ohnehin nicht. Auf Initiative der "Krone" hatten bekanntlich die großen Supermarkt-Ketten beschlossen, kein behandeltes Obst zu verkaufen.
von Gerald Schwaiger und Barbara Winkler, "Steirerkrone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.