Mo, 18. Dezember 2017

Im Polizei-Visier

03.10.2017 13:40

Radikalen-Verdacht in Hälfte der Grazer Moscheen

In etwa der Hälfte der Grazer Moscheen soll es radikale Tendenzen geben - diese elf Moscheen stehen darum im Visier der Exekutive. In Graz wurden IS-Kämpfer rekrutiert, einige sitzen in Haft, knapp ein Dutzend ehemalige IS-Kämpfer leben als Rückkehrer wieder mitten in Graz. Al Kaida-Mitglieder, IS-Anhänger bzw. Salafisten waren und sind in einigen Grazer Moscheen Stammgäste.

Um die 20 Moscheen gibt es in Graz - die Zahl schwankt ständig leicht, weil Moscheen schließen und neue eröffnet werden. Laut Recherchen der "Krone" (die Informationen stammen aus der Exekutive), stehen elf Grazer Moscheen im dringenden Radikalismusverdacht und darum unter ständiger Beobachtung.

Nach Razzia umgezogen

Eines dieser Gebetshäuser ist nach wie vor die Subul-el-Salam-Moschee in der Großmarktstraße, die von Salafisten frequentiert wird. Einst seien hier, laut Exekutive, Al Kaida-Mitglieder Stammgäste gewesen. Geschlossen wurde die Tawhid-Moschee (nach einer Razzia), die von Tschetschenen frequentiert wurde - radikale Salafisten waren auch dort zugange.

Die Radikalen aus der Tawhid-Moschee auf dem Lendplatz haben ihre Zelte mittlerweile, so die Exekutive, in der Herrgottwiesgasse aufgeschlagen (nicht zu verwechseln mit der Groß-Moschee der Bosniaken auch in der Herrgottwiesgasse).

Kriegs-Rückkehrer und Verurteilungen

Nachweislich wurden in Grazer Moscheen über einen längeren Zeitraum Kämpfer für den sogenannten islamischen Staat rekrutiert - entsprechende Verurteilungen gab es bereits. Fünf Dschihadisten sind in Haft, mehrere aus Graz stammende bzw. hier rekrutierte IS-Kämpfer sind gefallen - ein knappes Dutzend an IS-Kämpfern ist wieder nach Graz zurückgekehrt.

Frequentiert werden die des Radikalismus verdächtigen Moscheen, meist streng nach Herkunftsländern getrennt, von Tschetschenen, Bosniern, Afghanen, Türken oder auch Mazedoniern.

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