Sa, 24. Februar 2018

Benachteiligt:

05.02.2018 09:55

Witwe mit Kindern zeigt Lücken im Sozialsystem auf

„Zur Arbeit gehen lohnt sich nicht!“ Zu dieser bitteren Einsicht kam eine vierfache Mutter aus dem Bezirk Güssing. Wegen ihrer Berufstätigkeit muss die Familie hohe Einbußen bei Witwen- und Waisenrente hinnehmen. Ihren Job gab die Alleinerzieherin ihrer Kinder zuliebe auf, jetzt leben die fünf unter der Armutsgrenze.

„Ich will nicht jammern, aber aufzeigen, wie schwierig es Alleinerzieher in diesem Land haben“, sagt Eva St. Um nach dem Tod ihres Mannes nicht von staatlicher Unterstützung abhängig zu sein, hatte die Mutter von vier Kindern (4, 9, 11 und 13 Jahre) das Studium Controlling & Financial Leadership abgeschlossen. Eine Anstellung bei einer Firma in vertretbarer Entfernung gab es auf diesem Fachgebiet nicht. So absolvierte die Frau eine Ausbildung zur Flugbegleiterin. Danach arbeitete sie sieben Monate bei einer Airline.

„Trotz Hilfe meiner Mutter ließ sich der Job nicht mit der Betreuung meiner Kinder vereinbaren“, erklärt St. Nach der Kündigung hat sie jetzt Anspruch auf Arbeitslosengeld (und in Folge auf Notstandshilfe). „Dadurch verlieren meine Kinder und ich jedoch die Ausgleichszulagen auf die Witwen- und Halbwaisenpension. Das sind mehrere hundert Euro im Monat, die jetzt fehlen“, bekrittelt die Burgenländerin das Sozialsystem. Die Familie rutschte unter die Armutsgrenze.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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